Allensbach Institut: Deutsche wissen wenig über Wirtschaft / Chancen für den Handel?

Das Wissen über wirtschaftliche Zusammenhänge ist in Deutschland unterentwickelt. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Instituts für Demoskopie Allensbach im Auftrag der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) www.insm.de und des Wirtschaftsmagazins GELDidee www.geldidee.de.

Wie die Zeitschrift nach Focus-Informatinen in ihrer aktuellen Ausgabe berichtet, konnten lediglich sechs Prozent der Befragten drei aufeinanderfolgende Fragen, mit denen das wirtschaftlich-analytische Denken geprüft werden sollte, richtig beantworten. Bei den Fragen ging es um den Export, Preisbildung und Steuerpolitik. Zur Finanzkrise wurde gefragt, ob die Regierung Spekulationsgeschäfte an den Börsen verbieten sollte.

48 Prozent der Befragten bejahten dies, nur 25 Prozent sprachen sich gegen ein Verbot aus. Die Untersuchung belegt außerdem, dass 65 Prozent der Befragten in den ostdeutschen Bundesländern der Meinung sind, dass Marktwirtschaft automatisch zu sozialer Ungerechtigkeit führe. Dem gegenüber sagen 22 Prozent, dass die Marktwirtschaft soziale Gerechtigkeit überhaupt erst möglich mache.

In Westdeutschland liegt dieses Verhältnis bei 45 Prozent zu 37 Prozent. Die Umfrage macht deutlich, dass die Diskussion um ein bundesweit angebotenes Unterrichtsfach „Wirtschaft“ verstärkt geführt werden muss. 54 Prozent der von Allensbach befragten Personen sprechen sich dafür aus, dass Wirtschaft demnächst auf dem Stundenplan stehen sollte.

Die Schlüsse, die Michael Müller, Wirtschaftssenator im Bundesverband mittelständische Wirtschaft (BVMW) zieht („Statt jede zweite Woche eine neue bildungspolitische Sau durchs Dorf zu treiben, sollten sich die Bildungspolitiker und Pädagogen besser daran setzen, die Schulbücher darauf hin zu untersuchen, wie wirtschaftliche Zusammenhänge dargestellt werden“), könnten auch in eine andere Richtung gehen. Gerade in Zeiten der Krise könnte auch der Buchhandel ein verstärktes Angebot machen.

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