Amazon vor Streik: ver.di ruft Belegschaft in Bad Hersfeld zur Urabstimmung auf

Heute beginnen die Urabstimmungen am Standort Bad Hersfeld, dann könnte es bei Amazon zum Streik kommen. Das sehen jedenfalls die Pläne der Gewerkschaft ver.di vor, die jetzt versucht ihre Mitglieder unter der Belegschaft von 3300 Mitarbeitern zu mobilisieren.

Bis Ende der Woche sollen die Mitglieder Gelegenheit bekommen, ihre Stimme abzugeben. Auf seiner Internetseite hat ver.di die letzten Gespräche mit der Geschäftsleitung am 8. März für gescheitert erklärt. Diese habe den Forderungen nach einem Tarifvertrag eine „klare Absage“ erteilt, heißt es da. Über 500 Mitarbeiter seien am 9. April dem Aufruf zu einem ersten Warnstreik gefolgt. „Aber nicht nur, dass die Zahl der Teilnehmer unsere Erwartungen weit übertroffen hat, auch die Stimmung war Spitze und hat uns echt Mut gemacht“, heißt es. ver.di stelle sich „auf einen langen harten Kampf“ ein. Die Urabstimmung unter den Mitgliedern in Leipzig am 26. März habe nach Auszählung der Stimmen bereits am 4. April eine Zustimmung von 97 Prozent für Streiks ergeben. Bad Hersfeld gilt als symbolischer Standort, dort war vor allem die ARD-Reportage entstanden, die die schlechten Arbeitsbedingungen von Leiharbeitern öffentlich gemacht hatte.

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