An: Ursula und Regine Kiepert, die Mitte Juni eine neue Buchhandlung in unmittelbarer Nähe zum alten Kiepert-Haus eröffnen

BuchMarkt: Woher nehmen Sie gerade in dieser Zeit den Mut ganz in der Nähe des ehemaligen Kiepert-Standortes mit einem neuen Laden an den Start zu gehen?
Ursula und Regine Kiepert(Foto v.l.): Wir glauben an die Zukunft der Bücher und mit unserem Projekt wollen wir an die langjährige Tradition anknüpfen und den Namen Kiepert erhalten. Die Lage hat sich übrigens zufällig ergeben.

BuchMarkt: Wie lässt sich das Projekt finanzieren?
Ursula und Regine Kiepert: Wir setzen auf ein Low-Budget-Konzept. Die Miete ist akzeptabel, wir richten die Räume – zum Teil mit vorhandenen Beständen – selbst ein, und auch die Mitarbeiter erwarten nicht das Gehalt, das sie zuvor bei Kiepert hatten.

BuchMarkt: Wie wird das Sortiment aussehen? Denken Sie an eine kleine Variante der ehemaligen Kiepert-Buchhandlung?
Ursula und Regine Kiepert: Nein, das lässt sich auf 200 qm und mit begrenzten finanziellen Mitteln nicht realisieren. Schwerpunkte werden Sprachen und Geisteswissenschaften sein, beide sind in Berlin unterrepräsentiert. Und wir werden die Belletristik – vor allem im Taschenbuch – abdecken. Die Bereiche Medizin und Naturwissenschaften deckt die Fachbuchhandlung Lehmanns in unmittelbarer Nähe unseres Strandortes ab. Unsere Zielgruppe sind vor allem Studenten, aber auch die Anwohner.

BuchMarkt: Auch ins ehemalige Kiepert-Haus soll nach Angaben des Investors nach der Sanierung wieder eine Buchhandlung einziehen. Fürchten Sie die Konkurrenz?
Ursula und Regine Kiepert: Nein. Wir kennen unsere Stärken. Und wir haben den zeitlichen Vorsprung. Im Übrigen wissen wir noch nicht, wer ins Kiepert-Haus einzieht. Man wird sehen was sich entwickelt.
Interview: Margit Lesemann

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