Autorin Ragnhild Moe empört über Goldmann-Cover ihres Romans

Ragnhild Moe ist in ihrem Heimatland ein Literaturstar. Verlage aus Italien und Frankreich übersetzen ihre freizügige Beziehungsstudie „Anatomie. Monotonie.“ Nun erscheint das Buch in Deutschland als „Die Hände des Cellisten“ bei Goldmann.

Über die deutsche Ausgabe ist die 32-jährige allerdings alles andere als glücklich, berichtet die WELT. Denn für Deutschland hat der Goldmann-Verlag nicht nur den Titel, sondern auch das Cover-Bild geändert. Der Original-Buchumschlag zeigt in verwirrend verdrehter Rückansicht eine Nackte, die eine Treppe hinunter kriecht. Es ist Moe selbst. Sie hatte die Bildidee und den Mut zur Selbstdarstellung.

Das deutsche Buch zeigt eine weibliche Brust, auf der nasse Haare kleben. Darunter steht: „Erotischer Roman.“ Niemand fragte die Autorin. Das ist durchaus üblich.

Bei einer Lesung in Berlin stellte sich die Autorin auf eine Bank: „Ich fühle mich vom deutschen Verlag betrogen.“ Braunes Packpapier liegt bereit. Damit werden die Bücher eingeschlagen. „Mach Dein eigenes Cover!“ wurde auf einige gekritzelt.

Weiterlesen: http://www.welt.de/kultur/article1363360/Autorin_empoert_ueber_sexuellen_Kitsch_.html

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