Ayurveda von vgs unter Beschuss

Das am 15. Januar in der Kölner Egmont vgs verlagsgesellschaft erschienene Buch „Der Ayurveda-Boom. Insidertipps und Hintergrundinformationen“ steht unter Beschuss. Die Deutsche Gesellschaft für Ayurveda in Traben-Trabach, vertreten durch die beiden Maharishi-Ayur-Veda-Ärzte Dr. Ulrich Bauhofer und Dr. Ernst Schrott und das Maharishi Ayur-Veda-Gesundheits- und Seminarzentrum in Bad Ems wollen die Verbreitung von insgesamt 12 Textpassagen untersagen und drohen mit juristischen Schritte. Allein fünf Passagen betreffen dabei ein Interview mit einem Ayurveda-Experten.

„Urheber der Angriffe sind die Anhänger der umstrittenen Gruppierung des indischen Gurus Maharishi Mahesh Yogi, die den deutschen Ayurveda-Markt weitgehend dominieren. Maharishi-Anhänger betreiben u.a. die Deutsche Gesellschaft für Ayurveda sowie die bei Prominenten beliebten Kurkliniken in Traben-Trabach und Bad Ems.

Sie beanspruchen für sich, das Jahrtausende alte indische Gesundheitskonzept in seiner Ganzheit wiederbelebt und weiterentwickelt zu haben. Dabei spielt der Ayurveda in Indien neben der westlichen Medizin schon immer eine wichtige Rolle bei der Versorgung der Bevölkerung.

Die Weiterentwicklung durch die Maharishi-Anhänger besteht unter anderem darin, dass die Therapiekonzepte des Ayurveda mit der von Maharishi entwickelten Transzendentalen Meditation (TM) verbunden wurden – einer umstrittenen Meditationsmethode, die nach Meinung zahlreicher Kritiker vor allem für psychisch labile Menschen gefährlich werden kann.

In ihrem Buch „Der Ayurveda-Boom“ setzen sich die beiden Journalistinnen Monika Kirschner und Bärbel Schwertfeger in einem Kapitel auch kritisch mit den Methoden und Versprechungen des Maharishi Ayur-Veda © auseinander“, heißt es in einer eben veröffentlichten Presseerklärung des Verlags.

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