Bayerischer Einzelhandel streikt: Auch Weltbild betroffen / Hamburg kurz davor

Nach einer ergebnislos verlaufenen zweiten Tarifrunde kündigte die Gewerkschaft Ver.di am Freitag eine Urabstimmung über einen Arbeitskampf im Tarifgebiet Hamburg an. Das schreibt heute das Hamburger Abendblatt.

Keine Einigung konnte bisher über die Anhebung der Löhne um 5 Prozent, mindestens aber 100 Euro, wie Ver.di fordert. Ein noch größerer Zankapfel scheint aber die ABschaffung der Spätzuschläge zu sein, wie sie die Arbeitgeber seit der Verlängerung der Ladenöffnungszeiten fordern.

„Die Urabstimmung wird bis zum 17. Juli laufen, danach müssen sich die großen Unternehmen der Branche auf mehrtägige Streiks einstellen“, sagte der Verhandlungsführer der Gewerkschaft, Ulrich Meinecke, am Freitag dem Abendblatt.

Auchin im bayerischen Einzelhandel droht die Gewerkschaft ver.di mit Streiks, schreibt das Online-Portal ad-hoc-news.de. Da die Arbeitgeber in der zweiten Verhandlungsrunde am Freitag in München kein Angebot vorgelegt hätten, werde es nun zum Arbeitskampf kommen, teilte ver.di-Verhandlungsführer Hubert Thiermeyer dem Portal mit.

In den nächsten Tagen werde in mehreren hundert Betrieben über Streiks abgestimmt, heißt es weiter. „Wir werden mit den Beschäftigten für gute, menschenwürdige Arbeit im Einzelhandel kämpfen und uns nicht zu Arbeitnehmern zweiter Klasse abkoppeln lassen“, wird Thiermeyer zitiert.

Auch Weltbild ist betroffen. Dort traten 350 von etwa 2400 Mitarbieter in den Ausstand. Vor allem der Vertrieb sei zum Protest aufgerufen, hieß es.

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