Bayern fördert jetzt quellenkritische Edition von Hitlers „Mein Kampf“

Auf Initiative von Wissenschaftsminister Wolfgang Heubisch unterstützt der Freistaat Bayern „ideell und finanziell“ die Herausgabe einer kritischen Edition von Hitlers Mein Kampf. Damit beauftragt wird das Institut für Zeitgeschichte (IfZ) in München, das die Arbeit an einer quellenkritischen Edition der NS-Schrift aufgenommen habe, heißt es in einer Pressemitteilung Bayerischen Staatsministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst.

Im Jahr 2015 läuft der Urheberrechtsschutz für Hitlers „Mein Kampf“ aus. Mit dem Ablauf der Schutzfrist wird das Werk für jedermann frei nutzbar. Angesichts des ablaufenden Urheberrechts, in dessen Besitz das Ministerium ist, soll die Ausgabe zeitnah fertiggestellt werden, heißt es weiter. Zuletzt war eine Debatte entbrannt als der britische Verleger Peter McGee Auszüge aus der Schrift veröffentlichen wollte. Nun lässt Minister Wolfgang Heubisch mitteilen, dass er in der Debatte um den Umgang mit NS-Schriften stets und mehrfach seine Offenheit für eine historisch-kritische Edition von Hitlers „Mein Kampf“ betont habe.

„Es besteht die Gefahr, dass Scharlatane und Neonazis sich dieses Schandwerks bemächtigen, wenn das Urheberrecht des Freistaats Bayern 2015 ausläuft. Deshalb brauchen wir bis zu diesem Zeitpunkt eine wissenschaftlich fundierte, hervorragend ausgearbeitete kritische Edition. Das international anerkannte Institut für Zeitgeschichte kann eine wissenschaftlich exzellente, mit allen Betroffenen gut kommunizierte, kommerz- und ideologiefreie Bearbeitung garantieren.“ Das IfZ ist ein Leibniz-Institut und wird von Bund und Ländern gemäß Art. 91b GG gefördert.

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