Börsenverein betont Unabhängigkeit des Deutschen Buchpreises: Druckkostenzuschüsse gestrichen

„Der Deutsche Buchpreis ist unabhängig, die Jury arbeitet ohne jede Beeinflussung von außen“, heißt es in einer eben veröffentlichten Presseerklärung des Börsenvereins, sichtlich als Antwort auf unsere Nachricht von gestern Abend: [mehr…].

Um dies zu verdeutlichen, hat der Börsenverein entschieden, dass seine Wirtschaftstochter, die MVB, keine Druckkostenzuschüsse für die von ihr herausgegebene Publikation „Lesebuch zur Longlist Deutscher Buchpreis 2008“ erheben wird. „Es darf in keinem Fall der unberechtigte Eindruck entstehen, dass die Unabhängigkeit des Deutschen Buchpreises in Frage steht“, sagt Alexander Skipis, Hauptgeschäftsführer des Börsenvereins.

Das „Lesebuch zur Longlist Deutscher Buchpreis 2008“ ist ein Produkt der MVB. In ihm werden erstmals in diesem Jahr Leseproben und Hintergrundinformationen zu den auf der Longlist nominierten Romanen veröffentlicht. „Die MVB hat bei den Verlagen angefragt, ob sie einen freiwilligen Druckkostenzuschuss für die Publikation leisten möchten. Dies ist mit der heutigen Entscheidung hinfällig. Ziel der MVB war es, die Publikation überwiegend anzeigenfrei zu gestalten, das wird auch nach der heutigen Entscheidung so bleiben“, erläutert der Börsenverein.

Mit dem „Lesebuch“ soll eine breite Öffentlichkeit für die nominierte deutschsprachige Gegenwartsliteratur geschaffen werden. Es wird in Buchhandlungen kostenlos erhältlich sein. Das Lesebuch erscheint zeitnah zur Veröffentlichung der Longlist.

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