Buchproduktion 2008 rückläufig / Belletristik 4 Prozent weniger Neuerscheinungen

Die Schweizer Buchproduktion ist zum zweiten Mal in Folge rückläufig. 11 126 Neuerscheinungen haben Schweizer Verleger 2008 auf den Markt gebracht – 2,5 Prozent weniger als im Vorjahr, meldet die Aargauer Zeitung.

Gründe für den Rückgang werden nicht genannt. Allerdings, so die Nationalbibliothek läge dieses Messergebnis noch im „im Schwankungsbereich“. Unklar also, ob die Vielfalt auf Grund der abgesschafften Preisbindung rückläufig ist.

Die größte Kategorie bleibe laut der NB-Statistik 2008 weiterhin unangefochten die Belletristik. 2008 erschienen hier 1898 neue Titel, was eine Minus von 4 Prozent bedeutet.

Deutlich rückläufig – mit im Schnitt -20 Prozent – waren die Sektoren Philosophie, Psychologie, Politik- und Wirtschaftswissenschaften. Girard erklärt dies mit den sinkenden Beiträgen der öffentlichen Hand für akademische Publikationen.

Ein wahrer Boom erfasste im EURO- und Olympia-Jahr die Produktion der Sportbücher. Die Zahl der neuen Bücher dieser Kategorie stieg von 219 auf 328 – ein Zuwachs von 50 Prozent. Ebenfalls im Trend lagen Titel zum Thema Kunst (+13 Prozent, 1157 neue Bücher), wie aus einem Communiqué der Nationalbibliothek (NB) vom Donnerstag hervorgeht. Dies widerspiegle den im letzten Jahr noch boomenden Kunstmarkt, sagte Philippe Girard, der bei der NB für die Erwerbungen zuständig ist, auf Anfrage der SDA.

Musik-Titel, die in den vergangenen drei Jahren in Rekordmengen veröffentlicht worden waren, verloren ebenfalls an Boden.

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