DREI FRAGEN AN Magnus Danneck zur Fluktuation in den 1a-Lagen

Dass hinter dem Kampf um die 1a-Lagen ein harter Strategie- und Verdrängungswettbewerb ausgebrochen ist, beschreibt Magnus Dannek von Kemper´s

Magnus Dannek

buchmarkt.de: „Der Markt für Ladenflächen in 1a-Lagen hat gegenüber dem Vorjahr deutlich zugelegt“, schreiben Sie: Was meinen Sie damit?

Dannek: Das bedeutet, dass die Anzahl der vermieteten Quadratmeter um 50 Prozent zugenommen hat. Hinzu kommt: Unsere Erfahrungen zeigen, dass die Nachfrage der Filialisten an Flächen in 1a-Lagen das Angebot in vielen Fällen überschreitet. Dagegen ist die Vermietung um die Ecke, in den 1b-Lagen, weiterhin äußerst schwierig. Für die Mietpreise heißt das, dass 2006 das erste Jahr seit langem ist, in dem die Mietpreise wieder stagnieren und teilweise sogar leicht ansteigen.

Heißt das, der Expansionsdruck der Filialisten ist deutlich zu spüren?
Ja. Die Flächen werden vergrößert. Der Buchhandel ist da eine besondere Branche: Die Zahl der Filialisten ist gering, aber sie besetzen dafür, verglichen mit anderen Branchen, große Flächen. Aber es drängen immer mehr Filialisten auf den Markt. Im Textilbereich gehen die Hersteller mit eigenen Geschäften in die Innenstädte, um näher am Kunden sein zu können.

Wie erklären Sie sich dann die hohe Fluktuation? Ist der Kampf der Giganten ausgebrochen?
Die expansiven Einzelhandelskonzepte tragen einen Wettstreit um die besten Lagen aus. Dabei reicht die Bandbreite der Strategien von der Standortverbesserung bis hin zur Verdrängung von Wettbewerbern.

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