DREI FRAGEN AN Matthias Kierzeck zum OLG-Urteil, das die „Frankfurter Allgemeine Bücherei“ verbietet

Hans Magnus Enszensberger macht mit seiner Buchreihe „Frankfurter Allgemeine Bücherei“ [mehr…], [mehr…]

Dr. Matthias Kierzek

einen Rückzieher. In einem Rechtsstreit zwischen dem Schriftsteller und dem Eichborn Verlag verbot das OLG die Herausgabe der Bücher. Wir sprachen mit Eichborn-Vorstand Dr. Matthias Kierzek dazu.

buchmarkt-online:Gab es keine gütliche Einigung mit Hans-Magnus Enzensberger?
Matthias Kierzek: Eine gütliche Einigung war offensichtlich nicht möglich, an Angeboten für Gespräche, auch inhaltliche, hat es von unserer Seite her nicht gefehlt, aber es kamen keine zustande. Die Gründe dafür kann ich Ihnen nicht sagen, es lag nicht an uns, bei der Motivforschung kann ich Ihnen nicht helfen.

Was wird jetzt mit der „Anderen Bibliothek“?
Wir gehen davon aus das der Vertrag von Enzensberger weiter erfüllt wird, dieser läuft ja noch bis 2007. Das Gericht hat ja auch das geklärt, dass hier weiterhin eine gegenseitige Verpflichtung besteht. Wir erfüllen unsere Pflicht und Enzensberger die seine.

Haben Sie mit Ihrem Schritt nicht vielleicht die FAZ über Gebühr geärgert?
Das sehe ich nicht, war auch keineswegs unsere Absicht, mit der FAZ und auch dtv wollen wir gern weiter zusammenarbeiten, aber wir sind eben auch unseren Autoren verpflichtet und konnten deswegen ein paralleles Programm, das unserem so ähnlich ist und damit den Interessen unserer Autoren zuwiderläuft, nicht ohne Weiteres dulden, und das Gericht hat uns ja im Endeffekt auch Recht gegeben.

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