DUMONT zur Kritik der FAZ an Murakami-Übersetzungen

Der DUMONT-Verlag hat in einer Presseerklärung Vorwürfe der FAZ zurückgewiesen, die in ihrer Ausgabe vom 6.8.2000 die Übersetzungen der Romane des japanischen Autors Haruki Murakami kritisiert hat. Die FAZ hatte die angeblich indirekte Übersetzung aus dem Amerikanischen Englisch des Romans Gefährliche Geliebte (auch Gegenstand einer Sendung des literarischen Quartetts) sowie angebliche Kürzungen im deutschen Text von Murakamis zuvor erschienenen Roman Mister Aufziehvogel kritisiert. Der Verlag betont nun seine volle Unterstützung durch den Autor, der nach neuerlicher Rücksprache versichert habe, dass er grundsätzlich mit Übersetzungen in andere Sprachen auf Basis der englischen Ausgabe einverstanden sei. Den englischen Übersetzungen seiner Werke schenke er ganz besondere Beachtung, da er davon ausgehe, dass diese stets ihre weitere Reise in die Welt von dort antreten. Im übrigen habe Murakami für die englische Ausgabe von Mister Aufziehvogel (The Wind-Up Bird Chronicle) zusammen mit seinem amerikanischen Übersetzer Jay Rubin und seinem amerikanischen Verlag durch die Streichung eines Zeitsprungs zwischen dem zweiten und dem dritten Teil eine neue Fassung erarbeitet. Dadurch sei nach Ansicht des Autors ein neues Werk entstanden. Der DUMONT-Verlag verwehrt sich gegen die Kritik der FAZ und betont, dass die englischen Fassungen, die der Autor gebilligt, ja sogar miterarbeitet hat, für seinen deutschen Verlag die gegebenen Ausgangstexte waren.

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