Düsseldorfs OB Erwin verleumdet Düsseldorfer Buchhändler / Grafit Verlag protestiert

Der Düsseldorfer Stadtrat hat sich gestern mit dem Verbot der Lesung des Düsseldorfer Krimiautors Horst Eckert in der Zentralbibliothek beschäftigt [mehr…].

Erwin, der bereits Eckerts Geschichte ›Wege zum Ruhm‹ als »parasitäres Geschreibsel« bezeichnet hatte (Express Düsseldorf, 15.3.2006), agierte in der turbulenten Ratssitzung nicht besonders glücklich; der von der SPD-Fraktion geforderte Missbilligungsantrag wurde aber mit Stimmen der FDP abgeschmettert: Da der Bibliotheksleiter die alleinige Verantwortung für da Leseverbot in seinem Haus übernommen habe, könne man schlecht seinen Dienstherren belangen.

Erwin (CDU) hatte sich zuvor ziemlich aus dem Fenster gelehnt: Bahnhofsbuchhändler Götz Grauert als Veranstalter habe »den Leiter der Stadtbücherei über den Inhalt der Eckert-Satire getäuscht« (Express Düsseldorf, 7.4.2006) – Munition jetzt für Eckerts Verleger Dr. Rutger Booß: „CDU-Ratsherr Conzen fühlte sich durch diese Verleumdung ermuntert zu behaupten, »genau das sei nun mal die von allen verlangte Freiheit von Kunst und Kultur, dass ein Büchereichef ein Stück wegen bestimmter Mängel auch ablehnen dürfe« (Express Düsseldorf, 7.4.2006). Der entgegen beweisbaren Tatsachen von OB Erwin und seinem Hofstaat zum Auslöser der Affäre erkorene Leiter der Stadtbücherei muss als Sündenbock herhalten und wohl oder übel schweigen nach dem Motto: Lieber das Gesicht als den Job verlieren.“

Booß: „Der Grafit Verlag protestiert gegen das verleumderische Auftreten des Düsseldorfer OB und die offensichtlich von Angst geprägte Heuchelei einiger ihm unterstellter Verwaltungsleute.“

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