Ein Schildbürgerstreich wird ausradiert: Deutsche Publikumsverleger finden die neue Reformrichtung gut

Gerstenberg-Verleger Dr. Edmund Jacoby hat heute bei der Jahrestagung der AG Publikumsverlage über den aktuellen Stand der Rechtschreibreform informiert. Und die in München versammelten Vertreter der deutschen Publikumsverlage haben einmütig die Richtung gutgeheißen, in die die Vorschläge des Rats für deutsche Rechtschreibung zur Reform der reformierten deutschen Rechtschreibung gehen, nämlich:

* die herkömmlicher Zusammenschreibung zusammengesetzter Wörter wiederherzustellen

* bei der Zeichensetzung der Gliederung des Textes im Sinne seiner Lesbarkeit dem Viorrang vor einer scheinbar leichten Erlernbarkeit von Regeln zu geben

* bei der Worttrennung am Zeilenende nicht nur die Trennung nach Sprechsilben, sondern auch die nach Sinnelementen zuzulassen (wie bei hin-auf und her-ab)

und schließlich

* einige Punkte der reformierten Groß- und Kleinschreibung zu ändern.

Lapidarer Kommentar von DTV-Verleger Wolfgang Balk: „Ein Schildbürgerstreich geht seinem Ende zu.“

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