Es geht um über 500.000 Euro: eBuch-Genossenschaft stellt Strafanzeige gegen Börsenvereins-Verantwortliche wegen „Schädigung des Vermögens der Vereins-Mitglieder“

Die eBuch Genossenschaft sorgt kurz vor den Buchtagen in Berlin für Aufsehen: Wie eben bekannt wird, hat die Genossenschaft „wegen Schädigung des Vermögens der Vereins-Mitglieder“ heute Strafantrag gem §§ 158 Abs. 1 und 2 StPO § 77 StGB) gegen die Börsenvereinsspitze gestellt.

Der Strafantrag gilt neben Rechtsanwalt Dr. Joachim Treek (dem Aufsichtsratsvorsitzenden der Wirtschaftsbetriebe des Börsenvereins) auch Prof. Dr. Gottfried Honnefelder, dem Vorsteher des Börsenvereins und neben MVB-GF Ronald Schild auch Dr. jur. Alexander Skipis, der GF des Börsenvereins. Es geht um viel Geld: Der Vorwurf ist, sie seien verantwortlich dafür, „weit über 580.000 Euro aus dem Vereinsvermögen mit unnötigen und absehbar aussichtlosen Prozessen gegen die Alt-Geschäftsführer der BAG verschleudert“ haben – wir hatten darüber mehrfach exklusiv berichtet, zuletzt hier [mehr…].

eBuch-Vorstand Lorenz Borsche sagt dazu: „Wir haben uns bemüht, die Verantwortlichkeiten aufzuklären und in Frankfurt Antworten auf unsere Fragen zu bekommen. Das war nicht von Erfolg gekrönt. Immerhin ist dabei ans Tageslicht gekommen, dass die noch im Herbst offiziell genannte Verlust-Summe (430.000 Euro) um mehr als 35% höher ausfällt (585.000 Euro), der Verband es aber nicht für nötig gehalten hat, das seinen Mitgliedern mitzuteilen. Die eBuch hätte den juristischen Weg gerne vermieden. Man hat ihn uns aufgenötigt, wir sollten doch klagen, wenn wir der Meinung seien, da wäre was faul“.

Auf der Hauptversammlung des Börsenvereins am 22.6.2012 in Berlin will die eBuch deshalb der Entlastung des Gesamt-Vorstands widersprechen, Einzelentlastung fordern und gegen die Entlastung des Vorstehers votieren.

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