EV gegen Ibera-Buch „Unsere Klestils“ stattgegeben

Schon vor Erscheinen hat das Buch „Unsere Klestils“ in Österreich zu Diskussionen geführt, 20.000 Exemplare des Buches hat der Ibera Verlag seit dem 9. April schon verkauft.

Doch die „Hauptdarsteller“ des Titels (Gottfried Korn, Anwalt des Bundespräsidenten und seiner Frau Margot) hat sofort eine einstweilige Verfügung gegen den Autor Ernst Hofbauer und den Verlag eingereicht, der jetzt stattgegeben wurde: Das Handelsgericht Wien entschied, dass die Behauptung, Thomas Klestil habe seine jetzige Ehefrau zu einer Abtreibung genötigt, zu unterlassen ist.

So hat der Verlag nach Auskunft von Ibera-Geschäftsführerin Brigitte Strobele vorerst die Auslieferung eingestellt, könne natürlich aber nicht verhindern, dass der Handel de ausgelieferten Bücher weiter verkauft. Und: Sie will natürlich Einspruch erheben. Überlegt wird jetzt, ob eine weitere, damit 4. Auflage, herausgebracht wird, in der die Seite mit der beanstandeten Passage fehlt. Laut Presseberichten in Österreich ist Klestil zufrieden: Seinem Klagsbegehren sei entsprochen worden, weil in den durch das Bürgerliche Gesetzbuch geschützten Bereich der Persönlichkeitsrechte und der Privatsphäre eingegriffen worden sei.
Die Rechtsordnung habe durch den Spruch „dankenswerterweise Grenzen gesetzt, die im Interesse jedes Bürgers, vor allem der Verantwortungsträger“ gezogen werden müssten. Mit dem Urteil sei auch klargestellt, „dass Politiker nicht Freiwild sind und sich nicht unwahre und hasserfüllte Vorwürfe gefallen lassen müssen“.

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