Exilforscher John M. Spalek wird heute 80

John M. Spalek, der Nestor der Exilforschung 1933 bis 1945 in den USA, wird am 28.

John M. Spalek

Juli 2008 achtzig Jahre alt. Seit mehr als 30 Jahren arbeitet er mit dem Deutschen Exilarchiv 1933 – 1945 der Deutschen Nationalbibliothek in Frankfurt am Main zusammen. An seinem Geburtstag wird er mit einer Festschrift geehrt.

Der Germanist Spalek, der die Festschrift im Rahmen eines Empfangs in der Deutschen Nationalbibliothek aus den Händen des Herausgebers Jörg Thunecke in Empfang nehmen wird, lokalisiert und beschreibt seit den 1970er Jahren Materialien deutschsprachiger Emigranten in den USA. Mit seinem vierbändigen „Guide to the Archival Materials of the German-speaking Emigration to the United States after 1933“ schuf er die Voraussetzung für die systematische Erforschung des deutschsprachigen Exils in den USA, an der er selbst maßgeblich beteiligt ist.

Seit 1995 hat er 76 Nachlässe und Teilnachlässe von in die USA emigrierten Wissenschaftlern, Publizisten, Schriftstellern und Künstlern in das Deutsche Exilarchiv 1933 – 1945 gebracht. Darunter sind die Nachlässe der Soziologen Joseph und Alice Maier, des Politologen Sigmund Neumann, der Schriftsteller Soma Morgenstern und Ivan Heilbut, des Altphilologen Ernst Moritz Manasse, des Hethitologen Hans Gustav Güterbock sowie das Archiv des „Aufbau“, New York.

Spaleks Zusammenarbeit mit der Deutschen Nationalbibliothek wurde zunächst von der Deutschen Forschungsgemeinschaft, später von der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung, der Robert-Bosch-Stiftung und der Hamburger Stiftung für Wissenschaft und Kultur unterstützt.

Das Deutsche Exilarchiv 1933 – 1945 hat die Aufgabe, alle zwischen 1933 und 1945 von deutschsprachigen Emigranten im Ausland veröffentlichten Bücher, Broschüren und Zeitschriften aus den Bereichen Literatur, Politik, Wissenschaft und jüdische Emigration zu sammeln. Einen weiteren Sammelschwerpunkt bilden die Archivalien, die Nachlässe von einzelnen Emigranten, und Archive von Exilorganisationen.

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