F. K. Waechter-Woche in Frankfurt/Main

Titelzeichnung zu „Der rote Wolf“
von F. K. Waechter

Der Geschäftsführer der Frankfurter Bürgerstiftung im Holzhausenschlösschen, Clemens Greve, informierte soeben in einer Pressekonferenz über die heute beginnende F. K. Waechter-Woche. Genau genommen sind neun Tage dem großen Zeichner gewidmet.

In der 2. Etage des Holzhausenschlösschens sind Original-Zeichnungen zum Buch Der rote Wolf, erstmals erschienen 1998 im Diogenes Verlag, zu sehen. Eine Vitrine zeigt eine Buchauswahl von den über 140 Publikationen Waechters mit Beispielen aus dem Diogenes Verlag und dem Verlag der Autoren. Im Nebenraum wird ständig ein etwa 20-minütiger Film abgespielt, hier kann der Zuschauer dem unvergessenen Zeichner (1937 bis 2005) begegnen.

Die erste Veranstaltung findet bereits heute Abend statt: Der Teufel mit den 3 goldenen Haaren wird von Verena Reichhardt vorgetragen und gespielt. Anschließend findet eine Podiumsdiskussion zu Beziehung Text-Bild/Theater-Bild mit Achim Greser, Heribert Lenz, Michael Quast und Tilman Spreckelsen statt. Hanne Kulessa übernimmt die Moderation.

Am Dienstag, 21. April, lädt das Holzhausenschlösschen um 15 Uhr Kinder ab sechs Jahre zu Müllers Hut, dargebracht von Michael Quast, ein.

Um 19.30 Uhr ist Michael Quast am Mittwoch, 22. April, in den Aufführungen Der alberne Hans und Prinz Hamlet zu sehen. Das Besondere an diesen Stücken: Handpuppen werden das Spiel übernehmen.

Am Freitag, 24. April, stehen um 19.30 Uhr die Stücke Der rote Wolf und Gott Fritz in einer interessanten Variation auf dem Programm. Wieder dabei ist Michael Quast als Sprecher, er wird musikalisch begleitet von Christine Weghoff und Olaf Pyras.

In der Pressekonferenz wies Marion Victor, langjährige Lektorin von F. K. Waechter, auf die ungeheure Produktivität und Vielseitigkeit des Künstlers hin. Im Holzhausenschlösschen stehen in dieser Woche weniger bekannte Seiten Waechters im Vordergrund: sein erzählerisches und sein Bühnenwerk. Marion Victor unterstrich seinen hohen Anspruch: Die Zeichnungen und Geschichten mussten gut sein – gleich, ob sie vorrangig für Kinder oder Erwachsene gedacht waren. Er selbst traf keinen Unterschied zwischen den Generationen.
„Jede Schublade ist immer zu klein für Waechter“, resümierte sie.
In diesem Zusammenhang wies Clemens Greve auch auf den bekannten Anti-Struwwelpeter hin, seit 1970 ist das Buch immer wieder neu aufgelegt worden und hat von seiner Beliebtheit nichts eingebüßt.

Im Wilhelm Busch Museum Hannover – Deutsches Museum für Karikatur und kritische Grafik, das dankenswerter Weise die Leihgaben unbürokratisch zur Verfügung stellte, ist noch bis zum 10. Mai eine Ausstellung zum Werk Friedrich Karl Waechters zu sehen. Ein opulenter Katalog (fast 400 Seiten), erschienen im Hirmer Verlag, begleitet die Exposition.

JF

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