Frankfurter Buchmesse: Sieger in einem quälenden Spiel

Zitate aus einem Kommentar „Spuk – Mit Traditionen gespielt“ der FR (10.4.):
>Noch vor einigen Tagen war die Frankfurter Verlagsszene erbost über den Offenen Brief von zwölf Münchner bzw. süddeutschen Verlagen, darunter Random House, Beck und dtv, deren Forderung, die Buchmesse möglichst schnell nach München zu verlegen, als „Sauerei“ (Joachim Unseld, FVA) beziehungsweise als „branchenfremd“ (Rainer Weiss, Suhrkamp) aufgefasst wurde. Aber auch in München ist der Unterschied zwischen Geld und Geist (noch) bekannt; bezeichnenderweise haben weder der Hanser Verlag noch der Piper Verlag den Offenen Brief unterschrieben.< >Und jetzt? „Im Nachhinein“, stellt Unseld nüchtern fest, „sieht es so aus, als hätte Volker Neumann die Hotellerie durch intelligente Verhandlungsführung in die Knie gezwungen, als hätte er bessere Bedingungen für die Verleger ausgehandelt.“ Doch ist Unseld sicher, dass vor allem die Oberbürgermeisterin Petra Roth intelligent und entschieden verhandelt habe. Sie habe es als Aufsichtsratsvorsitzende der Frankfurter Messe GmbH geschafft, den „unmöglichen Vertrag“ von 1997 aufzulösen, das sei ihr Verdienst.< >Angesichts des jetzt erzielten Ergebnisses drängt sich außerdem die Frage auf, was Neumanns Absicht eigentlich gewesen ist. Es gibt Gründe zu vermuten, er habe die Messe wirklich nach München holen wollen; doch selbst angenommen, das stimmte, er wäre trotzdem der Sieger in dem für Frankfurt so quälenden Spiel mit dem Feuer.< Mehr: http://www.fr-aktuell.de/ressorts/kultur_und_medien/feuilleton/?sid=af43bd54e40de98a43fb698c951db838&cnt=191336

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