Freistaat Bayern fördert die Kampagne „Lesestart – Die Lese-Initiative für Deutschland“

In rund 42 Prozent aller Familien mit Kindern von null bis zehn Jahren spielt das Vorlesen nur eine sehr kleine oder gar keine Rolle, so die Ergebnisse der Studie „Vorlesen in Deutschland“, die die Deutsche Bahn AG, Die ZEIT und Stiftung Lesen in Auftrag gegeben haben. Rund 15 Prozent der Kindergartenkinder weisen bereits Sprachentwicklungsverzögerungen auf.

Das Bayerische Familienministerium hat nun aufeinander aufbauende Maßnahmen der gezielten Sprachförderung eingeführt, die Bayerns Familienministerin Christa Stewens vorgestern gemeinsam mit der Stiftung Lesen auf einer Pressekonferenz in einer Münchner Kindertagesstätte erläuterte.

Aktuellste Initiativen sind das Sprachberaterprogramm, mit dem das pädagogische Personal in bayerischen Kindertageseinrichtungen unterstützt und geschult wird sowie die bundesweite Lesestart-Initiative, die Ende Mai anläuft.

„Sprachförderung in Kindertageseinrichtungen ist umso fruchtbarer, je stärker sie auf das im Elternhaus geleistete aufbauen kann. Aus diesem Grund unterstützen wir sehr gerne die Aktion Lesestart, damit in Bayern alle Eltern von einjährigen Kindern von dieser kostenlosen Sprach- und Leseförderungsmaßnahme profitieren“, so Ministerin Stewens.

Die Stiftung Lesen und die Mit-Initiatoren aus der Druck- und Papierbranche, von Verlagen und Sozialverbänden, sind über die bayerische Unterstützung hocherfreut. „Genau das ist es, was wir uns erhofften und was das Projekt braucht, damit es wirklich nachhaltige Wirkung zeigt. Wir haben als Initiatoren gemeinsam mit dem VDMA und anderen Partnern den Anstoß gegeben und in Bayern hat die Politik diesen Ball aufgefangen, so Heinrich Kreibich, Geschäftsführer der Stiftung Lesen.

„Wir hoffen, dass dieses überaus positive Signal von Bayern aus weitere Bundesländer erreicht und diese sich ebenfalls entschließen, auf die 1/3-Lesestart-Basis-Versorgung, die wir im Verlauf von zwei Jahren mit insgesamt 500.000 Sets leisten können, aufzusatteln, erklärt Dr. Markus Heering, Geschäftsführer des Fachverbands Druck- und Papiertechnik im VDMA.

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