Friedrich-Bödecker-Kreis wählt neuen Bundesvorstand / Schleswig-Holsteins Bildungsminister nimmt Förderungskürzung zurück

Der Bundesverband der Friedrich-Bödecker-Kreise e.V. hat seine jährliche Arbeitstagung, die diesmal in Rendsburg in Schleswig-Holstein stattfand, mit der Wahl eines neuen Bundesvorstands abgeschlossen. Der Bundesvorsitzende, Malte Blümke (Rheinland-Pfalz), wurde ebenso wie seine beiden Stellvertreter, Insa Bödecker (Niedersachsen) und Jürgen Jankofsky (Sachsen-Anhalt), für eine weitere Amtszeit von zwei Jahren wiedergewählt.

Neu in den Vorstand gewählt wurde Dr. Edda Eska aus Brandenburg. Ellen Blumert aus Thüringen sowie Helmut Brinkmann aus Bayern wurden in ihren Ämtern bestätigt. Die Arbeit des Bundesverbandes erstreckt sich von zahlreichen Projekten zur Lese- und Literaturförderung, über die Autorenförderung und Tagungen im Bereich Kinder- und Jugendliteratur, die Herausgabe von Publikationen und Arbeitsmaterialien bis zur Beratung und Betreuung der Landesverbände des Friedrich-Bödecker-Kreises.

Die Arbeitstagung dient u.a. dazu, die Arbeit in den verschiedenen Landesverbänden zu koordinieren, Erfahrungen und Ideen auszutauschen und auch über Probleme zu diskutieren. Man trifft sich im jährlichen Wechsel auf Einladung eines Landesverbandes. Zur Tradition der Arbeitstagung gehört es, dass man sich mit den zuständigen Landesministern über die Leseförderung und Literaturvermittlung unterhält.

Dr. Ekkehard Klug, Minister für Bildung und Kultur des Landes Schleswig-Holstein, habe sich viel Zeit für ein ausführliches und konstruktives Gespräch genommen, teilt der Friedrich-Bödecker-Kreis mit. Die Bedeutung der jugendkulturellen Bildungsarbeit, insbesondere der Leseförderung und der Arbeit des Friedrich-Bödecker-Kreises auf diesem Gebiet seien von ihm so hoch eingeschätzt worden, dass er die schon ausgesprochene Kürzung der Förderung um 10 Prozent wieder rückgängig gemacht habe.

Der Bundesvorstand drückte seine Hoffnung aus, dass die Strukturen der Leseförderung auch in kommenden Jahren nicht durch den Sparzwang der Öffentlichen Haushalte Schaden nehmen oder gar zerstört werden. Nur auf der Grundlage von stabilen Strukturen und Netzwerken, wie dem der Friedrich-Bödecker-Kreise, könnten erfolgreiche und nachhaltige Projekte durchgeführt werden.

Im Juni 2011 werden die Bödecker-Kreise sich in Brandenburg zur Arbeitstagung treffen.

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