Gerücht bestätigt: Achterbahn stellt Insolvenzantrag

Die Gerüchte haben sich leider bestätigt – eine dürre Meldung gibt eben das (vorläufige?) Ende eines Traumes bekannt: Der Vorstand der Achterbahn AG, Kiel, hat beim zuständigen Amtsgericht Kiel am Mittwoch Antrag auf Insolvenz wegen drohender Zahlungsunfähigkeit gestellt. Die Geschäftsleitung sehe Möglichkeiten der Fortführung der Geschäftstätigkeit aus dem Insolvenzverfahren heraus, teilte das Medienunternehmen mit.

Noch am Freitag, den 06.09.2002, war die Achterbahn AG in der 3satbörse (21:30 – 22:10 Uhr) als „Unternehmen der Woche“ vorgestellt worden. Doch dann häuften sich die Gerüchte, dass das einstige Vorzeigeunternehmen, das vor fünf Jahren, im Oktober 1997, als erster deutscher Buchverlag an die Börse gegangen war, in Schwierigkeiten sei: Der Börsenkurs, in guten Tagen bei fast 30 Euro pro Aktie, dümpelte zuletzt zwischen 2,50 und 3,50 Euro herum, gestern lag er bei unter 2 Euro, wohl, weil auch der Start des (übrigens sehr witzigen) Films „Wie die Karnickel“ nicht an alte Höhenflüge anknüpfen konnte und einen zu langsamen Start hingelegt hat.

Von der Insolvenz betroffen ist auch der Petersen, Nieswand Vertriebsservice (pnv), eine 97,5%ige Achterbahn-Tochter (der Rest liegt bei Jens Nieswand). Allerdings: Bis zum Jahresende soll alles wie geplant weiter laufen. Die Auslieferung fürs Weihnachtsgeschäft sei ins keiner Weise gefährdet.
Auch auf der Buchmesse werde das Unternehmen in diesem Jahr noch mit einem Stand präsent sein.

Der vorläufige Insolvenzverwalter soll seine Tätigkeit in den nächsten Tagen aufnehmen. Nicht von der Insolvenz betroffen sind die Nieswand Verlag GmbH und die direct order service GmbH.

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