Gütersloher Verlagshaus: „Streit um Schwarzbuch WWF noch nicht beigelegt“

Entgegen den Verlautbarungen des WWF um den Streit über das „Schwarzbuch WWF“ betont das Gütersloher Verlagshaus, das eine Einigung noch nicht erzielt wurde.

Der Verlag und sein Autor Wilfried Huismann nehme „mit großer Verwunderung zur Kenntnis, dass der WWF gleichwohl bereits heute an namhafte Agenturen und Medien eine Presseinformation verschickt hat, in der von einer Einigung die Rede ist“, heißt es in einem Schreiben aus Gütersloh. Die Random House-Tochter steht seit Wochen im Gespräch mit dem WWF über eine mögliche einvernehmliche Anpassung einzelner Passagen des Buches.

„Wir haben die Gespräche sofort ausgesetzt, bis geklärt ist, wie es zu dieser fragwürdigen Informationspolitik des WWF kommen konnte“, heißt es in dem Schreiben weiter. „Bereits heute aber weisen wir die Unterstellung des WWF-Geschäftsleitungsmitglieds Vollmar in der WWF-Presseinformation zurück, der Autor zeichne in seinem Schwarzbuch ‚ein Zerrbild aus falschen Aussagen, Diffamierungen und Übertreibungen’. Das Landgericht Köln hat in dem vom WWF angestrengten Verbotsverfahren trotz des dazu vom WWF betriebenen, nach unserer Verlagserfahrung beispiellosen rechtlichen und damit auch finanziellen Aufwands bewusst bislang kein Urteil gefällt. Stattdessen hat es den Parteien Leitlinien an die Hand gegeben, die Grundlage von Einigungsgesprächen sein sollten. Hätte das Buch, wie nun vom WWF behauptet, tatsächlich Falschaussagen und Diffamierungen enthalten, wären die entsprechenden Passagen – wie in anderen Buchverbotsprozessen üblich – kurzerhand vom Gericht untersagt worden.“

Es bleibe nun abzuwarten, wie und wann die Parteien die Einigungsgespräche wieder aufnehmen werden. Bis dahin sei das Buch in der 2. Auflage unverändert im Handel erhältlich.

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