Harvard stellt Wissenschaftsartikel online und löst damit heftige Reaktionen von Verlegern aus / Lehre „befreit aus dem Würgegriff kommerzieller Verleger“

Wie die Süddeutsche Zeitung heute berichtet, will die amerikanische Universität Harvard die Artikel und Publikationen ihrer Professoren sofort nach Fertigstellung in das Netz stellen. Dafür habe man jetzt die erste Open Access-Seiten eingerichtet, heißt es.

Klar ist: Der Schritt der amerikanischen Elite-Universität werde Schule machen. Deshalb fällt die Reaktion amerikanischer Verleger „aggressiv“ aus, wie die Süddeutsche schreibt: Ian Russel, Chef der Oxforder Association of Learned and Professional Society Publishers sprach von einem „unüberlegten Schritt“. Damit sei fehlerhaften Texten Tor und Tür geöffnet.

Harvard Bibliotheksdirektor Robert Darnton schrieb dagegen, „die Lehre sei nun endlich aus dem Würgegriff kommerzieller Verleger befreit“. In den USA ist über den Schritt offenbar ein heftiger Streit um die Zukunft der Wissenschaftsverlage ausgebrochen.

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