HH: Nordstil-Sommermesse trotz zögerlichem Start erfolgreicher als im Vorjahr / Anziehungspunkt war das „Village“

Sichtlich hatten die Staus rund um Hamburg – verursacht durch den Ferienstart am Wochenende – am Samstag manche Besucher wegbleiben lassen. Doch in der Endabrechnung geht heute die zweite Sommerveranstaltung der Nordstil mit guter Stimmung zu Ende:
bild(m,38108 )
Im Vergleich zur letzten Juli-Nordstil kamen 15.000 Besucher und damit sieben Prozent mehr Einkäufer (Sommer 2014: 14.000) nach Hamburg, um die neuesten Trends der Konsumgüterbranche zu entdecken und direkt auf der Messe zu ordern. Die Ausstellerseite blieb mit 859 Unternehmen stabil (Sommer 2014: 852); 159 davon kamen aus dem Ausland. Insgesamt belegten sie 62.000 Bruttoquadratmeter an Ausstellungsfläche (Sommer 2014: 58.000).

Ein Anziehungspunkt für den Fachhandel wa das „Nordstil Forum“ in Halle B1.0, in dem Vorträge, Live- und Trendpräsentationen von namhaften Referenten für regen Zuspruch sorgten. So zeigte beispielsweise Stilexpertin Imke Riedebusch, bekannt durch zahlreiche TV-Auftritte beim NDR, wie man mit zarten Ästen, Moos, filigranen Dekoartikeln und wenigen Handgriffen eine gelungene Ladendekoration gestaltet.

Sichtlich beliebt war das Village in der Halle A4, in dem sich neben der Lübbe – „Tochter“ Räder acht

Florian Berger (Donkey) und Kathrin Völker (Räder):
Gute Stimmung im Nonbook-Geschäft

weitere designorientierte Unternehmen gemeinsam präsentierten und lösungsorientierte Ansätze für die Umsetzung am Point of Sale botenen. Florian Berger, Geschäftsführer von Donkey Products und Mitinitiator des Areals: „Das Village in neuer Konstellation und mit neuer Architektur wird sehr gut angenommen. Die Besucher sind sehr glücklich, dass sie sich hier etwas entspannen können, mehr Zeit und Ruhe zum Einkaufen haben und sich die Neuheiten des Herbstes anschauen können. Das Village ist und bleibt einer der Magnete der Nordstil.“

Die Trends der Nordstil

Genieße den Moment! Dieser Trend steht bei vielen Produkten im Vordergrund. Auch Heimat und Natur, insbesondere der Wald, spielen eine große Rolle. Es gibt aber auch schrille Kontraste frei nach dem Motto „Gegensätze ziehen sich an“.

Bei Wohnaccessoires bilden natürliche Materialien wie Holz, Baumrinde, Wurzeln und kühlere Elemente wie Glas oder Metall Gegensätze. Gold-, Silber-, Kupfer-, Messing- oder Bronzetöne sind weiterhin im Trend. Bei Kleinmöbeln ist der Shabby-Chic nach wie vor präsent. Im Kommen ist die Farbe Schwarz die, ebenso wie die Farbe Weiß, gern mit Holz im Vintage-Look oder Edelmetallbeschichtungen kombiniert wird.

Neben den klassischen Farben Rot, Weiß, Silber und Gold geht es bei der Weihnachtsdekoration bunt zu. Außerdem kommen originelle Kugeln und Anhänger als Frosch, Muffin, Koffer oder Pferd daher. Aber auch hier ist Holz ein großes Thema. Adventskränze und ganze Weihnachtsbäume werden aus Aststückchen, Baumrinde oder Treibholz zusammengesetzt.

Es wird kuschelig! Wolle, Federn, Filz und Fell werden gern bei Dekorationsartikeln wie Bäumen, Engeln, Bären oder Wichteln verwendet. Felle spielen insgesamt eine wichtige Rolle – in Naturtönen aber auch in Trendfarben wie Mint oder Rosa. Bei der herbstlichen und winterlichen Dekoration steht der Wald Pate: Pilze, Bären, Eichhörnchen, Schnecken und Waldvögel sind drinnen wie draußen gern gesehen. Auch an Hirsch, Elch und Schneemann führt kein Weg vorbei.

Ob Karte, Geschenkpapier, Schlüsselanhänger oder Plüschtier, auch hier sind Waldtiere beliebt. Die Themen Heimat und Natur schlagen sich in der Gestaltung von Grußkarten oder Produkten für die Tischdekoration nieder. Nostalgie findet in Dekoren mit Tieren, Herzen, Blumen, Retromustern oder Sinnsprüchen Ausdruck. Der DIY-Trend zeigt sich im Angebot für selbstgebastelte Adventskalender. Kleine Geschenke wie Büchlein, Haarclips, Handschuhe, oder Anhänger und Sticker sind dafür essentiell.

Wertigkeit, Nachhaltigkeit und Vielfalt stehen beim Thema Genuss im Vordergrund: edle Zutaten in Schokoladen und Tees, feine Öle, Salz und Pfeffer angereichert mit Gewürznoten wie Vanille, Orange oder Ingwer. Hochwertige Geschenke für Gourmets sind feine Back- und Rezeptmischungen für Brot, Cookies oder Risotto in formschönen Gläsern, die beispielsweise als Vasen weiterverwendet werden.

Bei Taschen steht der Materialmix im Fokus. Textilien, Kunstleder und Filz werden ungewöhnlich kombiniert. Applikationen oder klassische Schnallen machen sie zu Blickfängern. Auch Glitzerelemente, Nieten oder Metallicoberflächen liegen im Trend. Wiederentdeckt werden Nicky-Stoffe für Mützen, Schals oder Handschuhe. In Sachen Schmuck sind feingliedrige Ketten mit Anhängern aus Kupfer, Messing, Roségold oder Silber beliebt.

Von handgemachten griechischen Seifen über Kuhmilchseifen aus dem Allgäu oder Schafmilchseifen aus Österreich, in den Produkten für die Körperpflege spiegelt sich die Sinnlichkeit der Natur wider. Auch kreative Fruchtkombinationen sowie Donuts, Pralinen und Cupcakes aus Seife liegen im Trend.

Die nächsten Veranstaltungen der Nordstil finden vom 16. bis 18. Januar 2016 und 23. bis 25. Juli 2016 auf dem Gelände der Hamburg Messe und Congress GmbH statt.

Kommentare (0)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.