In Deutschland formiert sich der Widerstand gegen GoogleBooks: Eingriff in die Freiheit von Literatur, Kunst und Wissenschaft

In einem öffentlichen Appell habe sich Verleger und Autoren unter anderem Manfred Meiner, Vittorio Klostermann und KD Wolff gemeinsam mit dem Heidelberger Literaturwissenschaftler Roland Reuß gegen GoogleBooks gewandt.

„Jeder Zwang, jede Nötigung zur Publikation in einer bestimmten Form ist ebenso inakzeptabel wie die politische Toleranz gegenüber Raubkopien, wie sie Google derzeit massenhaft herstellt“, schreiben sie. Sie wollen nun die Politik gegen die Digitalisierungswut des amerikanischen Suchmaschinenriesen mobilisieren, wie der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ) zu entnehmen ist. Sie attestieren der Politik eine „völlig unverständliche Lethargie“, die diese gigantische Wissenspiraterie weitgehend passiv verfolge.

Wörtlicht heißt es: „Die Unterzeichner appellieren nachdrücklich an die Bundesregierung und die Regierungen der Länder, das bestehende Urheberrecht, die Publikationsfreiheit und die Freiheit von Forschung und Lehre entschlossen und mit allen zu Gebote stehenden Mitteln zu verteidigen. Die Politik steht in der Pflicht, den individual­rechtlichen Ansprüchen, die sich an die Herstellung von künstlerischen und wissenschaftlichen Werken knüpfen, auf nationaler wie internationaler Ebene Geltung zu verschaffen. Die Freiheit von Literatur, Kunst und Wissenschaft ist ein zentrales Verfassungsgut. Verlieren wir sie, verlieren wir unsere Zukunft.“

Unterzeichnet haben den Aufruf außerdem unter anderem:

Dr. Michael Naumann, Herausgeber DIE ZEIT
Michael Krüger, Carl Hanser Verlag
Dr. Günter Berg, Verlag Hoffmann & Campe
Egon Ammann, Ammann Verlag
Matthias Ulmer, Verlag Eugen Ulmer
Stefan Weidle, Weidle Verlag

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