Kertész-Archiv in der Berliner Akademie der Künste

Das künstlerische Archiv des Nobelpreisträgers und Mitglieds der Berliner Akademie der Künste, Imre Kertész, ist nun der Forschung zugänglich. Ende 2001 hatte Kértesz seine Werkmanuskripte, Korrespondenzen und Notizen der Stiftung Archiv der Akademie der Künste als Depositum übergeben. Darunter sind die in ungarischer Sprache geschriebenen Manuskripte von Kertész bekanntesten literarischen Arbeiten, „Roman eines Schicksallosen“, „Der Spurensucher“, „Fiasko“, „Kaddisch für ein nichtgeborenes Kind“, „Galeerentagebuch“ und „Ich, ein anderer“. Zu den rund 3500 Blatt Werkmanuskripten kommen 500 Blatt Korrespondenz und 1350 Blatt Notizen; diese beiden Komplexe bleiben gesperrt.
Neben seiner herausragenden literarischen Qualität komme dem Kertész-Archiv in der Stiftung Archiv der Akademie der Künste auch deshalb besondere Bedeutung zu, weil hier die umfangreichsten Bestände zur Künstleremigration während des Nationalsozialismus und zum Jüdischen Kulturbund in Deutschland überhaupt betreut werden und die Auseinandersetzung mit dem Holocaust ein zentrales Thema der Akademie der Künste ist und bleibt, heißt es in einer Pressemitteilung der Akademie der Künste. Der Link zur Akademie: www.adk.de .

Kommentare (0)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.