Literarische Entdeckungen aus der Arabischen Welt – Auswärtiges Amt und PRO HELVETIA fördern Übersetzungen

Bald gibt es eine ganze Reihe literarischer Entdeckungen aus der Arabischen Welt auf Deutsch zu lesen. Dies ist der Förderung durch das Auswärtige Amt und die Schweizer Kulturstiftung PRO HELVETIA zu danken, die trotz angespannter Kassenlage an ihrem Engagement für gute Literatur aus dem Süden festhalten.

Die Gesellschaft zur Förderung der Literatur aus Afrika, Asien und Lateinamerika (Litprom) im Haus der Frankfurter Buchmesse hat 16 Titel für die diesjährige Übersetzungsförderung ausgewählt. Fünf der geförderten Titel stammen von Autoren aus der Arabischen Welt, die sich in diesem Jahr als Ehrengast der Frankfurter Buchmesse präsentiert. Bei elf Übersetzungsvorhaben handelt es sich um erste deutsche Veröffentlichungen der jeweiligen Autoren. Dazu zählen der Erzähler Abdalhakim Kassim (Ägypten) und der Poet Sa’adi Yussuf (Irak), aber auch die Romanautorinnen Uzma Aslam Khan (Pakistan), Yanick Lahens (Haiti) und die Poetin Zhai Yongming (China) sowie die Romanciers Kangni Alem (Togo), Marcelo Birmajer (Argentinien), Paulo Lins (Brasilien), Achille F. Ngoye (DR Kongo) und Barlen Pyamootoo (Mauritius).

Gefördert wird auch verlegerische Beständigkeit: So unterstützt das Programm literarisch bedeutsame Werke von Autoren, die bereits mit einem oder mehreren Werken in deutscher Übersetzung vorliegen. Dazu gehören Sahar Khalifa, deren Roman „Das Versprechen“ (Unionsverlag, Zürich 2004) zu den wichtigen Texten gehört, mit denen gerade Frauen aus der Arabischen Welt sich Gehör verschaffen, sowie Elias Khoury (Libanon) mit seinem erzählerisch brillanten Roman „Das Sonnentor“ (Klett-Cotta, Stuttgart 2004) über Palästina.

Das in Europa einzigartige Programm hat seit 1984 mehr als 420 Übersetzungen unterstützt. Es fördert vorrangig Werke von Autoren, die bisher gar nicht oder nur unzureichend in deutscher Übersetzung vorlagen, und Werke aus Ländern, deren Literatur kaum auf dem deutschsprachigen Buchmarkt vertreten ist. Besonderes Augenmerk gilt dabei seit langem der Arabischen Welt. Rund ein Viertel der in dem Programm geförderten Titel waren Übersetzungen von Autoren aus diesem Raum, zwei Drittel davon Übersetzungen aus dem Arabischen.

Eine Liste der geförderten Titel mit bibliographischen Informationen ist unter lin(http://www.litprom.de) / Termine & Aktuelles / Meldungen abrufbar.

Bewerbungsfrist für weitere Anträge ist der 1. April 2004

Kontakt:
Peter Ripken, Gesellschaft zur Förderung der Literatur aus Afrika, Asien und Lateinamerika (Litprom), Tel. +49 (0) 69 2102-247,
E-Mail: litprom@book-fair.com; www.litprom.de

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