Michael Iwanowski über den Wechsel zum GeoCenter

Vor zwei Jahren erst hatte sich der Iwanowski Verlag vertrieblich an CartoTravel gebunden. Nach dem Verkauf der ADAC-Tochter an MairDumont haben die Dormagener nun beim Stuttgarter GeoCenter eine neue Heimat gefunden. Grund genug für drei Fragen an Verleger Michael Iwanowski.

Michael Iwanowski

Innerhalb weniger Jahre hat Iwanowski’s mehrfach den Vertrieb wechseln müssen – von Mairs zu ADAC / Carto Travel und nun zu GeoCenter. Wie kam es dazu?
Leider wurden uns diese Wechsel immer durch Verkäufe oder Fusionen der Vertriebspartner aufgezwungen und lagen keinesfalls in unserem Interesse. Der ADAC-Tochter CartoTravel schlossen wir uns vor zwei Jahren in dem Glauben an, eine verlässliche Vertriebsumgebung zu finden…Leider wurden wir eines Besseren belehrt.
Der plötzliche Verkauf von CartoTravel an MairDumont brachte alle Partnerverlage in eine nicht vorhersehbare Situation, sich mitten im Jahr um einen neuen Vertriebspartner zu kümmern, da CartoTravel laut Ankündigung zum 30.9.2007 die Pforten schließt. Nach sehr intensiven wochenlangen Verhandlungen mit entsprechenden Brachenunternehmen prüften wir mögliche Konstellationen und kamen zum Schluss, dass das GeoCenter die beste Vertriebsalternative für uns darstellt. Beileibe keine „Notlösung“, denn es lag neben diesem Vertrag ein durchaus attraktives Angebot einer anderen Vertriebsgemeinschaft vor.

Beim GeoCenter sind nun zwei Individualreiseführer-Verlage in einer Tasche: Michael Müller und Iwanowski’s. Kann das gut gehen?
Die Konkurrenz zu Michael Müller bestand auch, als beide Verlage durch unterschiedliche Vertriebe angeboten wurden. Ich denke, Michael Müller und Iwanowski können als zwei starke Individualführer-Marken dieses Segment beim GeoCenter und im Markt noch prominenter artikulieren. Und da die Reiseführer keine Einheitsware sind, sondern jeder seinen Charakter akzentuiert, ist für eine spannende Angebotsvielfalt durch das GeoCenter gesorgt. Michael Müller und Iwanowski’s stellen eine klare individuelle „deutsche“ Antwort auf Übersetzungen von anglikanischen Publikationen dar.

Welche Perspektiven sehen Sie mit Geo Center?
GeoCenter als einziger verlagsunabhängiger Vertrieb kann sich durch die Konzentrationen im Reiseführermarkt als die sympathische Alternative darstellen, um ein Markt-Übergewicht der „Großen“ einzudämmen. Es ist noch nie für eine Branche gut gewesen, wenn ein Spezialmarkt monopolistisch beherrscht wird. Am Ende stehen Preis- und Konditionsdiktat sowie Einschränkung der Angebotsvielfalt, worunter letztlich der Endverbraucher zu leiden hätte.

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