Pestalozzi-Bibliotheken Zürich bestellen nur noch bei günstigsten Rabatten – 20 bisherige Lieferanten gucken in die Röhre

Der Buchhandel in Zürich gerät immer mehr unter Druck, und das hängt mit dem Fall der Preisbindung zusammen, wie heute der Zürcher „Tages Anzeiger“ berichtet:

Die Pestalozzi-Bibliotheken Zürich (PBZ) hatten vor wenigen Monaten die Buchhandlungen aufgefordert, ihnen ihre Rabattofferten bekannt zu geben. Ende letzter Woche lag nun der Entscheid vor. In einem Brief ließen die PBZ die rund 20 Lieferanten wissen, dass sie ihr Auftragsvolumen deutlich reduzieren: „Wir werden ab 2008 einen großen Teil unserer Bezüge über jene Lieferanten abwickeln, bei denen wir die besten Konditionen bekommen. Dazu gehört Ihre Buchhandlung nicht“, zitier der „Tages Anzeiger“ das Schreiben.

Weil Orell Füssli laut Urs Heinz Aerni, dem Präsidenten der Unabhängigen Kleinbuchhandlungen der Schweiz (VUKB), den PBZ höhere Rabatte bietet, wird das Auftragsvolumen der anderen Buchhandlungen drastisch schrumpfen. Orell Füssli will die Entscheidung der PBZ nicht kommentieren. Auch Christian Relly, PBZ-Direktor, hält sich gegenüber dem „Tages Anzeiger“ bedeckt. Er nennt weder die Auftragssumme noch den oder die neuen Lieferanten. Es gehe darum, mit den vorhandenen Mitteln marktgerecht, also günstig, einzukaufen. Die neue Einkaufspolitik begründet er mit tendenziell steigenden Buchverkaufspreisen und dem zurzeit ungünstigen Euro-Kurs. Die Verhandlungen mit möglichen Lieferanten seien noch nicht abgeschlossen.

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