„Politik zeigt Weitblick“: Buchpreisbindung gilt künftig auch für den Online-Handel und E-Books

„Mit der Modernisierung der Buchpreisbindung in Form der Ausweitung auf den Online-Handel und auf E-Books beweist die heimische Politik Weitblick“, zeigt sich Michael Kernstock, Obmann des Fachverbandes Buch- und Medienwirtschaft in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), über die Novelle des Buchpreisbindungsgesetzes, die soeben – heute Donnerstag, den 23. Oktober 2014, im Nationalrat mit großer Mehrheit angenommen und somit beschlossen wurde, erfreut:

„Mein Dank für die ergebnisorientierte Zusammenarbeit gilt Kulturminister Josef Ostermayer ebenso wie allen im Parlament vertretenen Fraktionen, insbesondere auch deren Kultursprecherinnen und -sprechern.“ Dieses Gesetz tritt mit 1. 12. 2014 in Kraft.

In Österreich ist der Buchpreis im Buchpreisbindungsgesetz (BuchPrG) geregelt: Dieses schreibt Verlagen bzw. Buchimporteuren vor, dass Bücher nicht unter einem Mindestpreis verkauft werden dürfen, der Preis also nicht unterschritten werden darf. Das wird nun in Österreich auch für den grenzüberschreitenden Internethandel sowie für E-Books gelten.

„Die Buchpreisbindung sichert in Österreich eine breite Vielfalt an künstlerischem Schaffen, an Buchhandlungen und Verlagen sowie für die Konsumenten die Vielfalt des Angebots“, unterstreicht Branchensprecher Kernstock. Und weiter: „Unser Land nimmt mit seiner Vielfalt an Publikationen weltweit eine Spitzenposition ein. Das liegt auch an der Buchpreisbindung.“

Die Buchpreisbindung gibt es in fast einem Dutzend europäischen Ländern, als Erstes wurde sie in ihrer jetzigen Form in Frankreich eingeführt, in Österreich wurde das entsprechende Bundesgesetz im Jahr 2000 erlassen.

Seit 2005 ist Rechtsanwalt Dr. Bernhard Tonninger vom Fachverband Buch- und Medienwirtschaft mit der Verfolgung von Verstößen gegen das Buchpreisbindungsgesetz als Generalbevollmächtigter beauftragt. „Aus diesen nahezu 10 Jahren der engagierten und akribischen Tätigkeit Dr. Tonningers resultieren ein reicher Erfahrungsschatz, verbunden mit einer Menge Know-how. Das hat die Vorbereitungen zur Modernisierung der Buchpreisbindung in Österreich ungemein erleichtert“, hält Fachverbandsobmann Kernstock abschließend fest. (

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