Roger Willemsen: Scheidender Literaturclub-Moderator wirft eigenem Sender vor, an künstlicher Bestseller-Mache beteiligt zu sein.

Wie das Magazin newsroom.de berichtet, erhebt Roger Willemsen, scheidender Moderator des Literaturclubs im Schweizer Fernsehens und bei 3Sat, schwere Vorwürf gegen seinen Sender.

Das Online-Magazin zitiert ein Interview für das Schweizer
Nachrichtenmagazin FACTS (26/06): „Wenn wir gebeten werden, ein
Buch zu besprechen, an dem wir eigentlich alle gern vorbeigegangen wären.
Wenn dieses Buch ein künstlich gemachter Schweizer Bestseller ist, den der
Verlag durch die geschwindelte Angabe ‚Startauflage 100.000‘ durchsetzen
möchte, und wir anscheinend Teil dieser Kampagne werden sollen – dann weckt
das in mir ein querulantisches Aufbegehren.“

Noch schnell die Einschaltquoten steigern? Am 11. Juli wird Willemsens letzter „Literaturclub“ ausgestrahlt. Iris Radisch, Literaturkritikerin der „Zeit“ und Vorsitzende der „Tage der Deutschsprachigen Literatur“ in Klagenfurt, übernimmt dann am Mikrofon.

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