SoA: Abmahnung für Amazon / Kritik auch am Club

Aufgrund von Protesten aus dem Sortiment hat BuchMarkt den Vorsitzenden des Sortimenter-Ausschusses (SoA) Rudolph Braun-Elwert gefragt, wie der Verband zu folgenden Fragen stehe:

1) Amazon:
Sortimenter-Kritik: Amazon schießt die Preisbindung psychologisch auf seiner Website sturmreif mit Angaben wie dieser (nur ein Beispiel):
Boris Becker: Augenblick, verweile doch…
Preis: EUR 21,90
Gebraucht & neu ab EUR 16,99

Sortimenter-Kritik: „So wird dem User suggeriert, es gebe das Buch NEU weit unter dem gerade noch genannten Originalpreis. Der nächste Klick klärt das Missverständnis, aber nicht endgültig: Man sieht zwar kein einziges in der Rubrik NEU, das weniger als 21,90 kostet, aber man wird nicht darauf hingewiesen, dass das niemals so sein wird, weil nicht sein darf. Die Rechtsabteilung des Börsenvereins sollte prüfen, ob `Gebraucht & neu ab…´ nicht wg. wettbewerbswidriger Werbung abmahnfähig ist.“
Dazu der SoA-Vorsitzende Rudolph Braun-Elwert: „Amazon wird abgemahnt.“

2) Bertelsmann Club
Sortimenter-Kritik: „Der TV-Spot `viele Clubausgaben garantiert günstiger als Buchhandelsausgaben´ (dazu roter Einklinker: -30%) unterminiert die Preisbindung im Bewusstsein der Öffentlichkeit. Ist die TV-Spot-Aussage nicht wettbewerbswidrig ohne den Hinweis, dass es sich um Sonderausgaben handelt? Wenn ja: Gehört auf einen groben Klotz nicht endlich mal ein grober Keil?“
Dazu der SoA-Vorsitzende Rudolph Braun-Elwert: „Diese Werbung trägt nicht dazu bei, dass die Verhandlungen mit dem Club [mehr…] auf gedeihlicher Ebene geführt werden können. So schadet der Club dem Sortiment und, was noch schlimmer ist, die Kunden werden irrgeführt. Die aber brauchen Glaubwürdigkeit! Und die lizenzgebenden Verlage schaden sich selbst.“

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