Soforthilfe bei Hochwasser in Archiven, Bibliotheken und Museen: ZFB rät zum Einfrosten bei minus 20 Grad Celsius

Seit die Hochwasser-Katastrophe fortschreitet, sucht der ZFB (Zentrum der Bestandserhaltung GmbH) nach Möglichkeiten, in den Fluten versunkene Archive und Bibliotheken zu retten. Die Fachleute für Bestandserhaltung raten deshalb dazu, durchnässte Bücher und Archivalien einzeln in Plastiksäcke zu verpacken und unverzüglich in Kühlhäusern einzulagern. Lediglich schlammgeschädigte Bücher sollten vor dem Einlagern mit klarem, kaltem Wasser gereinigt werden. Durch das Einfrieren bei minus 20 Grad Celsius, wodurch weitere Schädigungen des Papiers und die Entwicklung von Schimmel aufgehalten werden, gewinnen die Restauratoren wertvolle Zeit. „In vielen Fällen hilft das Einfrieren, die Tage zu überbrücken, bis die Straßen wieder befahrbar sind und wir die Materialien nach Leipzig holen können“, so ZFB-Geschäftsführer Dr. Manfred Anders. Die ersten Lieferungen aus Bibliotheken und Archiven sind bereits in Leipzig eingetroffen, wo man aber wahrscheinlich bald an die Grenzen der Kapazitäten für Gefriertrocknung und restauratorische Behandlung stoßen wird. Das Einfrosten in anderen Kühlräumen für eine spätere Trocknung verschaffe deshalb zusätzlich eine Atempause.
Als Nothelfer und Berater stehen die Experten des ZFB in Leipzig unter der Hotline 0800 KATASTROPHE oder 0341/259890 zur Verfügung.

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