Stefan Loose Reiseführer an DuMont Reiseverlag verkauft

Die Berliner Individualreiseführer-Verleger Stefan und Renate Loose haben ihren Verlag zum 1. Januar 2002 an DuMont verkauft. Seit neun Monaten, so Stefan Loose, habe man Gespräche mit den Kölnern geführt, die jetzt zum Abschluss gekommen seien.
Loose habe sich „aus Altersgründen“ zum Verkauf entschlossen, weil kein Nachfolger in Sicht ist und „man sich mit 56 Jahren doch Gedanken darüber macht, wie es mal weitergehen soll“. Außerdem habe das „solide Wachstum des Verlags und die Herausforderungen durch die neuen Medien“ die Suche nach einem Partner beschleunigt.
Die 37 Loose-Titel (hauptsächlich zu Fernreisezielen wie Südostasien, USA, Australien und Afrika) bei DuMont unterzubringen erschien dem Verleger-Paar deshalb als bestmögliche Lösung: Durch die Dreiteilung des Kölner Verlags habe auch der Reiseverlag unter den Geschäftsführern Uwe Distelrath und Andreas von Stedman einen noch höheren Stellenwert erhalten. Individualreiseführer seien also eine ideale Ergänzung zum bisherigen DuMont-Reiseführer-Programm (Reisetaschenbuch, Richtig reisen, DuMont Kunstreiseführer). Außerdem kennen die Looses den DuMont Verlag bereits seit über 20 Jahren als Autoren.
DuMont habe nicht nur den Namen, das Logo, sämtliche Copyrights und Autorenverträge gekauft, sondern auch das Lager. Laufende Auslieferungsverträge mit dem GeoCenter/ILH sollen allerdings eingehalten werden, ab dem 30.6. werden die Loose-Titel dann über die DuMont-Vertreter angeboten.
Das Programm des Stefan Loose Verlags wird allerdings als eigenständige Reihe mit dem Namen Stefan Loose Travel Handbücher im DuMont Reiseverlag weitergeführt und ausgebaut. Auch die Betreuung der Reihe bleibt in vertrauten Händen: Loose-Leser können sich wie bisher an das Team in Berlin wenden, dem nun mehr Zeit bleibt, neue Titel zu produzieren und laufende Titel zu aktualisieren. Stefan und Renate Loose selbst werden weiterhin als Autoren mehrere Monate im Jahr unterwegs sein und auch dem verbleibenden Loose-Team beratend zur Seite stehen. Lediglich aus dem Tagesgeschäft wollen sie sich in spätestens eineinhalb Jahren vollständig zurück gezogen haben.

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