Streit um Ausgleich für die Lagerabwertung via Euro im Sortiment

„Zum Thema „Lagerabwertung via Euro“ rief Buchhändlerin Christiane Fritsch-Weith (Buchladen Bayer. Platz, Berlin) BuchMarkt an: Das Problem werde von Verlagen höchst unterschiedlich angegangen. Beispiele: Rowohlt rechne auf den Pfennig genau ab, bei Diogenes (und zwar ausgerechnet bei gängigen Titeln) und S. Fischer verliere die Buchhandlung pro Buch fast eine Mark (39,90 DM / 19,90 Euro / eigentlich 20,40 Euro / Differenz 0,98 DM), bei Hanser fast ebenso viel (39,80 / 19,90 Euro / Differenz 0,88 DM), RandonHouse gewähre einen Ausgleich, andere Verlage gar nichts. Das Verhalten der Verlage sei ziemlich undurchsichtig. Auf seiner Website deutscher-buchhandel.de wiederum kommentiert das BASTA-Team (Ursula von Bestenbostel, Michael Kürschner, Manfred Queisser, Ilona Rehme) das Angebot von RandomHouse so: „Wie schön, möchte man glauben, wenn man zunächst die Meldung sieht, dass alle zur Gruppe gehörenden Verlage dem Sortiment im Herbst einen etwas höheren Sonderrabatt geben wollen. Dieser Sonderrabatt soll einen Ausgleich für die Lagerabwertung (Euro : DM = 1: 2 ) darstellen: Wie schön, denkt man sich im Sortiment: 2,5 % ist doch `ne Menge. Aber (…) dieser Ausgleich wird nur für den Reiseauftrag beim Vertreter gewährt und und gilt außerdem nur für Novitäten. Was bedeutet das aber für eine Buchhandlung in der Praxis? Wir kaufen unseren gesamten Halbjahresbedarf bereits im Sommer ein?( Die Hausbank freut sich über erhebliche Mehrerlöse im Kontokorrentkredit.) Das „Altlager “ oder vornehmer – die Backlist, die wir ja gerne pflegen sollen – wird zum 1.Januar 2002 zum Kurs von 1:2 umgerubelt und damit doch entsprechend abgewertet – ohne Ausgleich! (Die Hausbank freut sich wieder, diesmal über unsere Bilanzwerte.) Merke: Nicht jedes Nachdenken führt zu einem Ergebnis, das einer positiven Fortentwicklung der Zusammenarbeit dient.“ „

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