Teil 4: führt durch Ost-Berlin und seine Vororte bis nach Frankfurt/Oder – Eine Reportage von Jan Scherping

Berlin, Unter den Linden, B5. An der Ecke zur Friedrichstraße kann der Besucher sich entscheiden, links ein paar Meter bis zu Dussmann oder rechts ein paar Schritte zu Hugendubel zu gehen. Der Berichterstatter fährt weiter, sucht unbekannteres Gefilde. Hier gab und gibt es nicht nur große, sondern auch außergewöhnliche Buchhandlungen. Wie z.B. „Jeanettes Literatursalon“, gerade geschlossen, oder die verlockende „Kochlust“.

Ich biege hinein in die außerordentlich breite Karl-Marx-Allee. Hier wurden ab 1952 große und günstige Arbeiterwohnungen errichtet, die Häuser sind im stalinistischen Zuckerbäckerstil gehalten. Hier existiert auch eine Karl-Marx-Buchhandlung. Leider sind die zehn Minuten für ein kurzes Gespräch im Plan des Inhabers nicht vorgesehen. Deshalb kann nichts über diese Buchhandlung berichtet werden – außer dass sich nichts geändert hat.

Im armen Viertel Lichtenhain
Stattdessen tauche ich hinein in die „Gu-tenberg-Galaxis“. Das ist die Buchhandlung von Sibylle Krämer in der Lichtenhainer Grünberger Straße. Sie arbeitete bei Wohltat und Kiepert, bevor sie im November 2000 den großen Sprung in die Selbstständigkeit wagte. Der Name ist Marshall McLuhan entliehen, für die Inhaberin passender Weise, denn Medien, Film, Theater, Werbung sind Themen, die sie hier besonders pflegt.

Unübersehbar ist, dass sie sich etwas höher positionieren will, das ist Einrichtung und Sortiment anzumerken. Vier Jahre stand das 70 qm große Lokal leer, Krämer renovierte es komplett. Viele Studenten gibt es in der Gegend, entsprechend viel Fachbuch wird verlangt und bestellt. Touristen hingegen kommen tagsüber weniger in das Viertel. In der nahen Warschauer Straße steht viel leer, zudem gibt es viele Billig-Läden. Erst abends wird es hier voller, die Gastro-Szene in der nahen Simon-Dach-Straße lockt. Nur dann ist die „Gutenberg-Galaxis“ bereits geschlossen.

So bleibt denn auch die Unsicherheit, wie sich das Viertel weiterentwickelt. Erhofft hatte Sibylle Krämer sich ein Aufwärts, momentan sieht es nicht danach aus. Dennoch gibt es keinen Grund zur Resignation. Stattdessen will sie nicht nur gut gehende Artikel wie TB und Wanderführer bzw. -karten verkaufen, sondern sich auch weiterhin für kleine Verlage wie die Friedenauer Presse oder Merve einsetzen. Verlage, für die hier in Friedrichshain eine Nachfrage besteht: „Kunden kommen gezielt herein und fragen nach Neuerscheinungen solcher Verlage.“ Bücher über die Geschichte der DDR sind hingegen selten gefragt: „Der Markt ist übersättigt. Gefragt sind höchs-tens Titel wie ,Zonenkinder’ für jüngere Menschen ohne eigene DDR-Erfahrung.“

Dass das Umfeld für den ambitionierten Einzelhandel nicht gerade attraktiv ist, bestätigt auch Anette Friedrich von der Buchhandlung „Bücherwürmer“ direkt in der Warschauer Straße. Der lang gestreckte Laden pflegt das klassische Sortiment, setzt aber zudem sehr stark auf das MA.

Weiter die Frankfurter Allee hinunter. Seit 1953 gibt es hier die Franz-Mehring-Buchhandlung, seit 1981 arbeitet Tatjana Mischke im Laden. Und seit 1990 gehört er ihr. Mutig war sie damals, musste sich innerhalb von zwei Tagen entscheiden. Sie wertet sich selbst als damals „unbefangen“. Zumindest gab es keine Konkurrenz. Das hat sich mittlerweile geändert, nicht allzu weit entfernt liegt ein großes Einkaufszen-trum mit einer Thalia-Buchhandlung, nur wenige Schritte von der Mehring-Buchhandlung entfernt hat kürzlich eine Wohltat-Filiale aufgemacht. Nun hofft sie, dass kein Mitbewerber mehr hinzukommt, denn: „Lichtenhain war immer schon ein armer Bezirk, ein Arbeiterviertel. Mitte der 90er sind Studenten zugezogen, aber deren Budget ist ja auch begrenzt.“

Auch wenn sie glaubt, „mit einem ganz normalen Sortiment ganz normale Kiezarbeit“ zu machen, so besitzen Tatjana Mischke und ihre Buchhandlung doch ein paar Besonderheiten. So hat sie bereits 1991 ein zweites Geschäft in der Nähe eröffnet, das sich auf Reiseführer und Landkarten fokussiert. Vor knapp sieben Jahren kam das Antiquariat hinzu, kein modernes, sondern ein klassisches. Denn mehr und mehr Leute wollten sich, z.B. wegen Umzugs, von ihren Büchern trennen, sie gar wegwerfen. Mischke kaufte vieles auf und das Antiquariat, das ein Drittel der Ladenfläche einnimmt, wurde schnell zum Erfolg. Gerade West-Berliner kommen gerne, weil sie hier gute Bücher aus Ost-Berliner Beständen finden. Bemerkenswerter Weise schauen sich aber nur wenige Antiquariatsbesucher das „normale“ Sortiment an – und umgekehrt. Zwei ganz verschiedene Zielgruppen also. Unterschiedliche Zielgruppen sieht sie auch in der Auseinandersetzung mit dem nahen Konkurrenten Wohltat: „Die Leute kommen zu uns, weil sie unsere Beratung schätzen.“

Mitentscheidend für die gute Zusammenarbeit mit einem Verlag ist für sie der jeweilige Vertreter, und hier lobt sie nicht nur die von Hanser, Rowohlt, Fischer oder Aufbau, sondern eigentlich alle aus den großen Verlagen. Die von kleineren kommen erst gar nicht mehr, Mischke hat das eingestellt und bestellt dort nur noch per Telefon oder Fax. Mit nur drei Personen auf 100 qm waren die Kapazitäten einfach erschöpft, aber „wir bemühen uns, alle Kataloge sorgfältig durchzuschauen“.

Und als wenn es nicht schon genug Arbeit gegeben hätte, kam auch noch der Ärger mit einer Verwechslung hinzu. Denn als die Franz-Mehring-Buchhandlung in Leipzig Konkurs anmeldete, unterstellte man dem gleichnamigen Berliner Geschäft, mit zu einer Art Franz-Mehring-Kette zu gehören und ebenfalls pleite zu sein. Was nicht der Fall war und ist. Dennoch kamen manche Lieferungen fortan nur per Vorkasse oder nach langen, erklärenden Anrufen.

Und eine letzte, aber sehr wichtige Besonderheit sollte noch erwähnt werden, nämlich „Lukas“, der Kater. Er verlässt das Geschäft nie und ist mittlerweile schon zur Attraktion geworden. In Japan soll ein Buch über ihn erscheinen, demnächst soll er für einen Krimi gefilmt werden, Kunden bringen Futter für ihn mit, Lukas scheint fast der wertvollste Mitarbeiter geworden zu sein.

Mitten zwischen Hochhäusern
Es geht in die östlichen Vororte, Marzahn und Hellersdorf, dort wo die Häuser etwas höher sind. Am lang gezogenen Blumenberger Damm besitzt Ute Frauenstein ihre Buchhandlung. Gerade konnte sie ihr fünfjähriges Jubiläum feiern. Zuvor hatte sie in der Tauentzienstraße bei Herder und Hugendubel gearbeitet. Dort war es ihr irgendwann zu groß und so suchte und fand sie das eigene Lokal ganz in Wohnungsnähe – sie wohnt in Marzahn.

Gestartet ist sie mit großen Hoffnungen, sollte doch in unmittelbarer Nähe ein großes Einkaufszentrum entstehen. Entsprechende Abstrahlungen auf ihr Geschäft wären zu erwarten gewesen. Doch der Investor ging zuvor pleite, der Traum blieb ein Traum, von einem Einkaufszentrum spricht niemand mehr. Stattdessen dienen jetzt einige kleine Läden in der Zeile der Nahversorgung. Und für die Großeinkäufe fahren die Marzahner in das Hellersdorfer Einkaufszentrum – wo es auch eine Buchhandlung gibt.

Keine einfache Situation, aber auch kein Grund zur Aufgabe. In der Nähe existiert z.B. ein großer Erholungspark mit einem chinesischen und einem japanischen Garten. Hierhin hat Frauenstein bereits Kontakte geknüpft, um den Buchverkauf anzukurbeln. Entsprechend gut läuft das Naturbuch auch in ihrem klassischen Sortiment. Gleiches gilt für den Kontakt zur katholischen Kirche, sodass sie sowohl mit Kosmos als auch mit Herder gute Umsätze macht.

Auch Lesungen veranstaltet sie, zur Kundenbindung und -gewinnung, mit Erfolg. 80 % ist ihr Stammkundenanteil, folglich sieht sie in Service und persönlichem Kontakt auch das, was ihr Geschäft ausmacht.

Ansonsten hat sie festgestellt, dass die Kunden sich stärker an den Sellerlisten orientieren, während sie früher eher dem eigenen Geschmack vertraut haben. Zweite Tendenz ist eine große Begeisterung für wieder aufgelegte alte DDR-Titel, ob von Aufbau, Leiv oder Eulenspiegel.

Von außen betrachtet ist es keine Lauflage, in der die „Buchhandlung Frauenstein“ dort residiert. Aber andererseits scheint hier der Zusammenhalt stark zu sein, scheinen die Marzahner das Geschäft zu schätzen. Das bekannte Problem hier wie anderswo ist nur, dass die großen Zentren auf der grünen Wiese viel Kaufkraft absaugen. Auch hier.

Wo nicht aufgeschwatzt wird
Joachim Kohs ist ein Mann der direkten Worte. Er gibt zu, unter den heutigen Bedingungen nicht noch einmal den Schritt in die buchhändlerische Selbstständigkeit zu wagen. Direkt am Kaulsdorfer S-Bahnhof hat er sein Geschäft in einem Häuschen, das von drinnen kleiner wirkt als es tatsächlich ist. Ein Bäcker war einmal hier drin, ein Schuster, eine Weinhandlung bis Kohs sich 1994 einen Kindertraum erfüllte. Eine spontane Entscheidung.

Dicht an dicht stehen die Bücher, von Frontalpräsentation zur Ablenkung von Lücken hält er nichts: „Wenn ich das nicht mehr kann, dann kann ich auch zumachen.“ Dem unwissenden Besucher scheint die Lage ideal angesichts von S-Bahnhof und Busbahnhof. Doch der Schein trügt. Buslinien wurden verlegt und kommen hier nicht mehr entlang. Ein Neubauviertel ist entstanden, Häuser wechseln die Besitzer, das Viertel ändert seine Struktur, wohin weiß nur keiner.

Er habe nur Stammkunden, ist Kohs sich sicher. Er pflegt das allgemeine Sortiment, auf aktuelle Bücher zur Politik legt er z.B. Wert: „Ein Thema wie Irak hält auch länger.“

Hier wie immer wieder im östlichen Teil meiner Reise wird der Eulenspiegel Verlag besonders herausgehoben. Aber auch Aufbau, Diogenes, Fischer oder ein nach Nischen schauender Verlag wie Schöffling genießen in der „Kaulsdorfer Buchhandlung“ hohes Ansehen.

Kaulsdorfer Heimatgeschichte läuft gut, auch Bücher zur DDR-Geschichte. Kohs glaubt, dass die Menschen die inhaltliche Auseinandersetzung mit der DDR wollen, gleich wie sie zu dem Staat standen. Und dass die Hinzugezogenen auf der Suche nach Hintergründen sind.

Gut beraten will er statt aufschwatzen: „Es gibt ja diesen Spruch, das und das Buch müsse man gelesen haben. Es gibt kein Buch, das man gelesen haben muss, schon gar keinen Roman.“ Wenn er einen Kunden beraten hat, der aber ohne einen Kauf das Geschäft verlässt, ist ihm das lieber, als wenn dieser Kunde zu Hause das Gefühl hätte, ein Buch gekauft zu haben, zu dem er überredet wurde.

Ein bisschen Internet leistet er sich, unterstützt von Libri. Und als ein kleines Hobby stellt er jede Woche auf seine Website ein neues Gedicht von Eva Strittmatter.

Joachim Kohs stellt hohe Ansprüche an sich und sein Sortiment. Auch er war sicherlich einmal mit höheren Erwartungen an die Entwicklung seines Ortes gestartet.

Endstation
Auf der B5 geht es jetzt endgültig aus Berlin hinaus. Der Verkehr ist noch rege, bis endlich der Abzweiger zur Autobahn Richtung Frankfurt/Oder kommt. Die B5 ist plötzlich leer. Wiesen und Wälder wechseln einander ab, kleine Dörfer hier und da, mitunter noch mit Kopfsteinpflaster. Hier ist es wirklich einsam. Bis plötzlich der Trubel wieder zunimmt. Frankfurt/Oder ist erreicht.

Die ehemalige Hansestadt ist vom Verlauf der Geschichte nicht verwöhnt worden, städtebaulich ist sie, mit wenigen Ausnahmen, alles andere als ein reizvoller Anblick. 80 000 Menschen lebten einst hier, nun nähert sich diese Zahl eher der 65 000er-Marke, 4 500 von ihnen sind Studenten. Die Fußgängerzone wird von Einkaufszentren beherrscht.

In einem solchen liegt auch die Ulrich-von-Hutten-Buchhandlung, die zur Kiepert-Gruppe gehört. Beeindruckende 1 000 qm misst sie, verteilt auf zwei Etagen. „Eigentlich ist die Fläche zu groß“, räumt Filialleiterin Edelgard Lemke ein. Doch nachdem das benachbarte Möbelgeschäft ausgezogen war und sich kein Nachmieter fand, hat der Vermieter die zusätzliche Fläche der Buchhandlung „sehr günstig überlassen“. Vorteil für die Buchhandlung: Aus zuvor zwei Standorten konnte nun ein Geschäft werden.

Auch hier kommt also wieder der Hinweis auf das schwierige Umfeld. Seitdem C&A aus dem Center ausgezogen ist, fehlt der große Publikumsmagnet, der Nachmieter „Karstadt Sport“ kann den Verlust nicht auffangen.

Die Ulrich-von-Hutten-Buchhandlung ist ein sehr traditionsreiches Haus, es wurde bereits 1953 begründet. Wer, wie der Reporter, einmal durch das Fotoalbum der Buchhandlung blättern darf, ist beeindruckt. Turbulent ging es auch hier nach der Wende zu, 1991 musste man für zwei Jahre in Container ziehen, „wir hatten allerdings keine Einbußen“, erinnert sich Lemke.

Andernorts nutzten Angestellte die Gunst der Stunde und übernahmen die bisherigen Volksbuchhandlungen. Doch „Hutten“ wäre ein zu großes Rad für einen einzelnen gewesen. So waren die Frankfurter dann auch ganz dankbar, als die Berliner Kiepert-Gruppe einstieg. Wobei Lemke mit Hinweis auf die Turbulenzen in Berlin betont, Ulrich-von-Hutten sei eigenständig, bis hin zur eigenen Buchhaltung.

Das Angebot der Buchhandlung ist von bemerkenswerter Breite. Den Kundenkreis beschreibt Lemke als gemischt. Ebenso wie die 19 Mitarbeiter. Es gebe ebenso welche aus Volksbuchhandelszeiten wie jüngere Kräfte, sodass alle Generationen vertreten seien.

Literatur zur Geschichte der DDR läuft hier. Lemke sieht dafür zwei Gründe. Zum einen gibt es Menschen, die ihre persönliche Lebensleistung einordnen möchten. Zum anderen sind z.B durch die hier ansässigen Gerichte viele Westler nach Frankfurt gezogen, die nun wissen möchten, wie es hier vorher war. Entsprechend finden auch hier Produkte aus den Häusern Eulenspiegel und Neues Berlin z.B. gute Resonanz.

Die Fahrt auf der B5 ist beendet. 550 Kilometer liegen hinter mir. 550 Kilometer voller unterschiedlichster Eindrücke, verschiedenster Konzepte, erfüllter Hoffnungen und zerplatzter Träume.
Das Thema war nicht „Buchhandel in Itzehoe“ oder „Buchhandel in Berlin“, sondern es ging um einzelne Momentaufnahmen entlang der B5, um Konzepte und Ideen. Nur zwei Ketten waren dabei, dafür um so mehr Einzelkämpfer. Was bleibt?

Als Verleger möchte ich nicht Kunst- oder Computerbücher verlegen, denn fast alle hatten sich von diesen Kategorien getrennt. Da sind Taschenbücher, Kinderbücher und Regionalia schon sehr viel interessanter. Und mit Abstrichen auch Reiseliteratur. Auffällig war, dass im Osten die Taschenbücher nicht ganz so stark eingeschätzt wurden, dafür aber die Ratgeber eine größere Bedeutung besitzen als im Westen. All das aus Verlagssicht betrachtet. Und aus Buchhandelssicht?

Service und persönliche Kompetenz sind die Schlüsselbegriffe, um Kunden zu binden. Wer sich wohl fühlt, kommt wieder. Ein klar profiliertes Sortiment hilft auch dem Kunden, weil er weiß, was die jeweilige Buchhandlung vermutlich am Lager hat und was bestellt werden muss. Oft genug habe ich Kunden gehört, die ins Geschäft kamen und gar nicht erst fragten, ob der Titel XY am Lager sei, sondern direkt ihre Bestellung aufgaben. Es scheint sinnvoller, sich konsequent von einigen Themen zu verabschieden, als ein kleines Alibi-Sortiment zu führen. So entfällt dann auch der Rechtfertigungszwang „Habe ich leider nicht am Lager, kann ich Ihnen aber bis morgen bestellen“.

Ein weiterer Schlüssel ist die eigene Kreativität. Was fehlt am Ort, in welche Lücke kann ich springen, um für noch mehr Frequenz zu sorgen? Sei es ein Ticket-Vorverkauf, ein klassisches Antiquariat oder hochwertiges Spielzeug, weil ein entsprechendes Geschäft nicht mehr existiert. Welche Institutionen gibt es, mit denen Kontakt aufgenommen werden kann, sei es ein Naturpark oder ein Krankenhaus? Welche eigenen Vorlieben habe ich und kann ich mir damit eine gewisse Alleinstellung verschaffen, weil es im weiteren Umkreis keine Konkurrenz gibt? Auch Versandkunden sind Kunden. Und welche kleinen Kniffe gibt es, die das Budget nicht sprengen, aber das Geschäft spürbar freundlicher aussehen lassen? Fenster und Beleuchtung sind ein wichtiges Thema, die Gestaltung des Kassenbereichs ist ein anderes.

Dass die Rahmenbedingungen gerade in diesem Sommer und Herbst alles andere als erfreulich waren, ist den Besuchten nicht anzulasten, macht dem ein oder anderen aber erkennbar zu schaffen. Beeindruckend war in jedem Fall, mit wie viel Energie, Einsatzbereitschaft und Einfallsreichtum sie alle ihr Geschäft betrieben. Und so schließt dieser Vierteiler mit einem Dank für die vielen spontanen und offenen Gespräche.

Buchhandel an der B5 (IV)
Die B5 beginnt an der deutsch-dänischen Grenze im Westen Schleswig-Holsteins. Sie führt die Küste hinunter, durchquert den Norden Hamburgs, den Süden Mecklenburgs und den Norden Brandenburgs, durchschneidet Berlin genau in der Mitte und endet in Frankfurt/Oder an der deutsch-polnischen Grenze. Eine Reise durch die beiden größten deutschen Städte, durch strukturschwache Gebiete und touristisch begehrte Regionen. Die Serie will nicht sämtliche Buchhandlungen einer Stadt oder Region darstellen, sondern ausgewählte Beispiele sollen verschiedenste Strategien in sehr unterschiedlichen Umfeldern zeigen. Der vierte und letzte Teil führt durch den Osten Berlins bis nach Frankfurt/Oder.

BuchMarkt 1/2004

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