Thalia versus Ennsthaler?

Der Verlag und die Buchhandlung Ennsthaler ist seit 65 Jahren ein alteingesessener Familienbetrieb in Steyr und wehrt sich jetzt – wie die Oberösterreichischen Nachrichten (http://www.nachrichten.at/oberoesterreich/art4,419799 berichten – gegen eine „feindliche Übernahme“ von Thalia.

Gespräche über eine Zusammenarbeit bestätigten laut OÖ Nachrichten beide Seiten. Thalia soll einen gemeinsamen Betrieb des Buchladens am Stadtplatz angeboten haben. Seit aber Gottfried Ennsthaler seine Eigenständigkeit betont hat, erlebt der Verleger Mekrwürdiges: Thalia, so der Verleger, vertreibe seine Bücher nicht mehr und habe ihn als Lieferanten gesperrt: „Eine Konkurrenz zwischen Buchhandlungen geht in Ordnung. Aber auf den Verlag zu zielen, ist, wie wenn ein Hundertmeterläufer ein Messer zückt und auf den Nachbarathleten einsticht“, sagte er den OÖ Nachrichten Für die Familie, die 20 Angestellte beschäftigt, steht außer Zweifel, dass die Widrigkeiten daher rühren, dass Thalia weiter ihre Buchhandlung begehre.

Im Internet hat Regina Ennsthaler einen offenen Brief veröffentlicht: Darin heißt es: „Wir sind seit 65 Jahren ein Familienbetrieb, haben 20 Angestellte, wir haben eine Buchhandlung, eine Auslieferung (wir liefern deutsche Verlage, wie Arun, Jan van Helsing, Nietsch und viele andere Verlage in Österreich aus) und haben auch einen Verlag mit dem Motto ‚Bücher für ein bewusstes Leben’ Wir sind ein ganz normaler mittelständischer Betrieb in Oberösterreich wie so viele andere auch …

Leider hat Thalia jetzt sein begehrliches Auge auf uns geworfen. Sie hätten einfach mehr Umsatz, wenn es unsere Buchhandlung nicht gäbe, wenn sie unseren Standort hätten. Sie haben uns vor einem halben Jahr ein Kaufangebot gemacht, wir haben kurz überlegt und dann abgelehnt. Ein ganz normaler Vorgang, das war es, dachten wir. Bis zu diesem Zeitpunkt hatten wir eine branchenübliche Geschäftsbeziehung mit Thalia, sie haben unsere Bücher aus Verlag und Auslieferung bestellt, wir hatten eine gute Geschäftsbeziehung. Bei Thalia gab es einen Geschäftsführerwechsel, einer der beiden Geschäftsführer verließ die Firma und es kam ein neuer Geschäftsführer aus Deutschland… Nun weht ein anderer Wind…“

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