Trotz Pattloch-Buch: Vatikan setzt Heilligsprechungsverfahren von Mutter Teresa fort

Kaum ein Heiligsprechungsverfahren wurde nach dem Tod so schnell eingeleitet, wie das von Mutter Teresa. Nun aber erscheint am 4. September 2007 weltweit parallel ein Buch, nach dem nichts mehr so sein wird wie vorher. Kündigt zumindest der Pattloch Verlag an, wo das Buch erscheint.

„Komm, sei mein Licht. Die geheimen Aufzeichnungen der Heiligen von Kalkutta“, heißt der Titel. Darin werden erstmals Briefe der Friedensnobelpreisträgerin veröffentlicht, in denen sie über Glaubenszweifel spricht.

Im Times-Magazin waren bereits einige Briefe vorab veröffentlicht. Auch das deutsche Feuilleton hat das Thema aufgenommen. Nun hat der Vatikan reagiert: Die Glaubenszweifel seien für den Vatikan kein Hindernis für eine mögliche Heiligsprechung der Ordensgründerin, heißt es jetzt. Nach einem Bericht aus La Republica kenne die entsprechende Kommission diese Briefe bereits.

Sicher ist: „Der Inhalt dieses Buches ist so brisant, dass man die Geschichte des Engels der Armen schlicht und einfach wird neu erzählen müssen“, heißt es aus dem Verlag. Denn Muttter Teresa spricht immerhin davon, das ihr Lächeln wie eine „Maske“ vieles verdeckt habe…

Derzeit befindet sich der Herausgeber der Briefe Brian Kolodiejchuk auf Deutschland-Tournee.

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