UMGEBLÄTTERT: Bücher und Autoren heute in den Feuilletons – und der Tod als Thema in der Literatur

Jeden Morgen blättern wir für Sie durch die führenden Tageszeitungen – damit Sie schnell

einen Überblick haben, wenn Kunden ein bestimmtes Buch suchen oder Sie nach einer Idee für einen aktuellen Büchertisch.

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Frankfurter Rundschau

„Sich selbst Angst einjagen“: Ein „ungewöhnliches, großartiges Buch“ über das Leben des manisch depressiven Vaters von Miriam Toews. Bei der „zutiefst anrührende Biographie“ vergisst „die Leserin, dass sie eben nicht von Mel Toews selbst erzählt und geschrieben ist.“ Das Buch ist im Original bereits 2005 erschienen.
Miriam Toews, Mr T., der Spatz und die Sorgen der Welt (Berlin Verlag)

„Ein ganzes Dorf soll umziehen“: Annika Scheffel liest in Frankfurt aus ihrem Roman Bevor alles verschwindet (Suhrkamp). Der sei „in diesem Grenzgebiet zwischen Realität und Einbildung (…) angesiedelt.“

„Die Sättigung unserer Träume“: Der „wohl aufregendste Autor der französischen Gegenwartsliteratur“, Pierre Michon, „überragt den Erfolgsautor (Michel Houellebecq) an intellektueller Schärfe und Kraft.“ Bei Suhrkamp erscheint nun u.a. die „meisterhafte Novelle“ Die Elf, welche wie die anderen Bücher „ein Fest der Sprache und ein Dasein der Nichtkonformität“ feiern.
Pierre Michon, Die Elf (Suhrkamp)
Pierre Michon, Die Grande Beune (Suhrkamp)
Pierre Michon, Leben der kleinen Toten (Suhrkamp)

Frankfurter Allgemeine Zeitung

„Erzählen, edieren, umarbeiten“: Ein Ausstellung in Kassel zum Grimm-Jubiläum.

Hörbücher
„Ein Geräusch, ein Duft, ein Apfelbaum“: Sophie Rois liest „mit dieser leicht kratzigen, aber irgendwie auch sehr zarten Stimme und einem Quantum beschwingter Arroganz gewürzt“.
Virginia Woolf, Skizze der Vergangenheit (Argon)

„Der Schrei der Angeklagten“: Originaltöne eines Spionageprozesses der frühen DDR.
Maximilian Schönherr, Fallbeil für Gänseblümchen (Christoph Merian Verlag)

Neue Sachbücher
„Lasst uns hintreten vor die Polizisten, auf dass die Maske des Kapitals falle“: „Das Buch ist keine zornige Anleitung zur Revolte, sondern ein anschaulicher, nur manchmal selbst etwas schwach strukturierter Basisbericht.“
David Graeber, Direkte Aktion. Ein Handbuch (Edition Nautilus)

„Ich bin die Lüge in euren Ängsten“: „Eine Abrechnung mit dem Menschengeschlecht und eine Liebeserklärung an das Paralleluniversum der Bibliothek.“
Reinhard Jirgl, Nichts von euch auf Erden (Carl Hanser)

„Was beim Blick in die Hölle geschieht“: Adam Johnson hat aus dem Thema Nordkorea einen Roman gemacht und ist mit dem Pulitzerpreis belohnt worden. Die Lektüre des Buches aber „lohnt nicht nur nicht, sie schockiert, denn es ist ein widerwärtiges Buch.“ Johnson trete als „literarischer Folterknecht auf“, dass er dafür ausgezeichnet wird, sei „unbegreiflich“.
Adam Johnson, Das geraubte Leben des Jun Do (Suhrkamp)

Die Welt

„Die Verwirrungen des Zöglings Dahmer“: Eine „sensationelle“ Graphic Novel erzählt von einer Freundschaft zu einem späteren Serienkiller.
Derf Backderf, Mein Freund Dahmer (Metrolit)

Tischgespräch
… mit Taiye Selasi(Diese Dinge geschehen nicht einfach so, S. Fischer)

Im REISE Teil:

DerBildband Home Alone. Autos – allein zu Haus (Delius Klasing).

Süddeutsche Zeitung

„Wenn der letzte Rest Zukunft verbraucht ist“: Die Themen „Sterben“ und „Tod“ stehen im Fokus vieler belletristischer Neuerscheinungen der deutschen Gegenwartsliteratur.
Jenny Erpenbeck, Aller Tage Abend (Knaus)
Ralph Dutli, Soutines letzte Fahrt (Wallstein)
Petra Anwar / John von Düffel, Geschichten vom Sterben (Piper)
Ursula Fricker, Außer sich (Rotpunktverlag)
Christof Hamann, Nur ein Schritt bis zu den Vögeln (Steidl
David Wagner, Leben (Rowohlt)

„Muttersprache: Heimvorteil“: Zum Thema Jugendliteraturpreis. [mehr…]

„Die Rache der Riesenraupen“: „Atemberaubend komisch, flirrend leicht und intelligent.“ César Airen „spinnt auf die literarisch eindrucksvollste Weise“ in seiner „Fingerübung“ über die Kunst des Klonens und des Schaffens.
César Aira, Der Literaturkongress (Ullstein)

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