VA Brockhaus Vorschlag: Gebraucht-Börse soll Nachahmer finden

Brockhaus/Commission Geschäftsführer Matthias Heinrich hat mit folgender Mail eine Idee ins Gespräch gebracht, für die er Nachahmer sucht:

Wir haben ein etwas zwiespältiges Verhältnis zu spontanen Buchspenden oder der Vergabe von materiellen Vorteilen wie verlängerte Zahlungsziele an vom Hochwasser betroffene Buchhandlungen. Der bedürftige Buchhandel in den Hochwassergebieten braucht schnell Hilfe zum Stillen der Existenzbedürfnisse, will er überhaupt wieder auf die Beine kommen (vgl. Liste der betroffenen Buchhandlungen in SaSaTü unter www.buchmarkt.de ). Existenzhilfe heisst in diesem Fall neben Geldspenden auch Ersatz von zerstörten Möbeln oder Arbeitsmitteln, eben Gebrauchsgegenständen, die man im Tagesgeschäft eines Händlers/Sortiments benötigt. Nach diversen Telefongesprächen mit Verlagsmitarbeitern kam uns die Idee, die wir auch schon mit dem Börsenverein abgestimmt haben, dass nicht Lieferungen oder Hilfen im Sand verlaufen oder unkoordiniert ablaufen. Das Konzept heißt „Kostenlose Gebrauchtwarenbörse“. Wir in unserem Hause, und diese Bitte richte ich auch an Sie in den Partnerverlagen, stellen Listen zusammen, welche Gegenstände des täglichen Gebrauchs (, die wir ggf. gar nicht mehr benötigen oder die kurz vor dem Ausrangieren stehen) wir den Hochwasseropfern zur Verfügung stellen können. Diese Listen übermitteln wir als „Angebot“ dem Börsenverein, hier speziell dem Sortimenterausschuss. Bevor überhaupt Hilfsmittel bewegt werden, führt der Börsenverein Angebot und „Nachfrage“ zusammen, in dem er in Zusammenarbeit mit den betroffenen Landesverbänden die Nachfrage klärt. Er cleart quasi zwischen den in unseren Listen gelisteten Gegenständen und dem effektiven Bedarf. Niemand außerhalb der Hochwassergebiete weiß wirklich, was effektiv benötigt wird, es macht also auch keinen Sinn, blind Sachspenden zu machen und diese zur einstweiligen Einlagerung an das LKG zu senden (ich ziehe aber meinen Hut vor dem LKG, die quasi vor Ort spontan tatsächlich in der Lage sind, aktiv zu helfen und dies mit der Sammlung der Sachspenden auch tun). Beispielhaft möchte ich Ihnen Gegenstände nennen, die wir auf eine solche Liste setzen: 2 gebrauchte PC´s, Tastaturen, Bildschirme, Mäuse 8 gebrauchte Arbeitsttische 4 Bürostühle Kommissionierregale Leitzordner Locher Holzregale zu Lagerzwecken, Warenpräsentationselemente Displays und, und, und … Es klingt vielleicht etwas komisch, aber wir sehen dies so ein wenig als Care-Pakete in einem buchhändlerischen Marshall-Plan, wenn auch die Lebensmittel durch Gebrauchsgüter ersetzt werden. Zur Vereinfachung können die Brockhaus/Commission-Auslieferungspartner ihre Listen unter Angabe ihres Verlagsnamens an mich senden, ich bündele diese Listen und schicke sie gesammelt an den Börsenverein. Bitte senden Sie mir die Listen doch bis 26.08.2002 zu. Danke. Dies soll Sie nicht davon ablenken, ggf. auch Geld auf Spendenkonten zu überweisen, wenn Sie auch damit zur Linderung der Sorgen beitragen wollen. Soforthilfe tut not, wenn die Geschäfte nach der Reinigung in den selben oder in anderen Räumen wieder neu entstehen sollen. Für Rückfragen stehe ich jederzeit zur Verfügung – wenn Sie den Inhalt der beigefügten Mails lesen, wird Ihnen die Intention dieser Aktion und auch seine Akzeptanz durch den Börsenverein noch einmal bewußt. Ich denke, wenn sich das Konzept bewährt und die Gebrauchsgegenstände wirklich benötigt werden, sollte es ausgeweitet werden. Zunächst gilt es aber, alle Hebel in Bewegung zu setzen, um den Buchhändlern mit Taten zu Helfen. Ich danke Ihnen für Ihre Mithilfe.
Brockhaus/Commission Verlagsauslieferungen Matthias Heinrich

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