Verlage geben „Gratiseinwilligung“ zur Verwendung von Snippets bei Google

In dem Streit um die Verwendung von kurzen Textstellen, den sogenannten Snippets, bei Google, sind die Verlage nun „eingeknickt“ und haben Google für die Nutzung eine „widerrufliche Gratiseinwilligung“ mitteilen lassen, wie es in der Pressemeldung der VG-Media heißt.

Google kann damit Verlagsinhalte weiterhin in den Suchergebnissen von Google-News unentgeltlich nutzen, bis der Streit rechtlich geklärt ist. Bis zum Juni 2015 soll die Entscheidung über die „Anwendbarkeit des Leistungsschutzrechtes“ durch die Schiedsstelle des Deutschen Patent- und Markenamts in München fallen.

Bereits seit 2006 streiten sich Verlage mit Google, ob und in welcher Form kurze Textstellen ihrer Verlagserzeugnisse bei Google angezeigt werden dürfen. Der Vorwurf: Google verdiene mit den Inhalten Geld. [mehr…] Die Verlage forderten daher Vergütung der Textstellennutzung. Sie beriefen sich dabei auf das Leistungsschutzrecht. Dieses forderte den Schutz von kleinen Ausschnitten aus Zeitungsartikeln etc. für ein Jahr ab Veröffentlichung.

Die Beschwerde von zwölf Verlagen beim Kartellamt über den Missbrauch der Marktmacht von Google wurde jedoch abgelehnt. [mehr…] Darum hat die VG-Media zivilrechtlich gegen Google geklagt.

Google hatte daraufhin damit gedroht, Verlagsinhalte in der Vorschau nur noch mit der Überschrift anzuzeigen, Vorschaubilder und Textausschnitte dagegen nicht. Die betroffenen Verlage fürchteten die schlechtere Auffindbarkeit in den Suchergebnissen und die damit verbundenen, großen Umsatzeinbußen.

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