Wolfgang-Hilbig-Archiv in der Akademie der Künste

Der literarische Nachlass des 2007 verstorbenen Lyrikers, Erzählers und Essayisten Wolfgang Hilbig steht ab heute der Wissenschaft und Forschung offen. Die Akademie der Künste übernahm den 30.000 Blatt umfassenden Bestand im vergangenen Jahr als Dauerleihgabe der S. Fischer Stiftung. Hilbigs Manuskripte – die Gedichte, Romane, Erzählungen und Essays – nehmen davon etwa die Hälfte ein. Viele sind handschriftlich verfasst und widerspiegeln in ihren Entstehungsstufen die Arbeitsweise des Autors.

Hervorzuheben ist auch Hilbigs Briefwechsel mit Kollegen. Persönliche Dokumente, darunter Tauf- und Konfirmationsschein, Schulzeugnisse, Ausweise, erzählen auf eigene Art von Kindheit, Schulzeit und Lehrjahren. Arbeitsverträge und Beurteilungen werfen Streiflichter auf Hilbigs Arbeitsleben. Schreiben von Gerichten oder der Zollverwaltung der DDR belegen Repressalien, Ablehnungsbriefe von Verlagen das Unverständnis, dem der Autor in der DDR begegnete. Der literarische Erfolg des Schriftstellers wird schließlich anhand zahlreicher Preise und Urkunden im Archiv dokumentiert.

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