Der mit 10.000 Euro dotierte Preis wird gemeinsam durch den Verlag Matthes & Seitz Berlin und die Stiftung Nantesbuch vergeben Ausschreibung zum Deutschen Preis für Nature Writing

Bereits zum vierten Mal steht im August 2020 die Vergabe des Deutschen Preises für Nature Writing bevor. Seit diesem Jahr wird der mit 10.000 € dotierte Preis gemeinsam durch den Verlag Matthes & Seitz Berlin und die Stiftung Nantesbuch vergeben. Einreichungen werden von Autorinnen und Autoren sowie von Verlagen bis zum 31. Mai angenommen:

Gefördert werden deutschsprachige bzw. auf Deutsch schreibende Autorinnen und Autoren, die mindestens ein selbständiges literarisches Werk oder mindestens einen Text in einer Literaturzeitschrift publiziert haben (kein Selbstverlag oder Books on demand; bei Theaterstücken, Hörspielen u. dgl. Nachweis der Uraufführung). Die eingereichten Texte sollten bislang unveröffentlicht sein.
Der Einreichungen sind folgende Materialien beizufügen:

  • Entweder: Ein Prosatext (Erzählung, Romananfang) von 30-50 Normseiten, oder 10 Gedichte, oder einen Essay von mindestens 10 Normseiten
  • Ein Exposé von max. einer Seite
  • Eine Bio-Bibliografie der Autorin/des Autors

Die Einreichungen sind in digitaler Form an dpnw@matthes-seitz-berlin.de zu richten. Die Ausschreibungsfrist endet am 31. Mai 2020.

Die Preisverleihung findet am 28. August 2020 in Berlin statt. Der Deutsche Preis für Nature Writing 2020 ist mit 10.000 € dotiert. Die Stiftung Nantesbuch Kunst und Natur mit Sitz in Bad Heilbrunn in Bayern beteiligt sich am Preisgeld und ermöglicht einen sechswöchigen Schreibaufenthalt der Preisträgerin oder des Preisträgers in den Räumlichkeiten auf ihrem weitläufigen Naturgelände.
Weiterhin vergibt die Stiftung Nantesbuch unter den Bewerberinnen und Bewerbern zwei Stipendien für die Teilnahme an ihrem international besetzten Nature Writing Seminar im April 2021.

Die Jury setzt sich in diesem Jahr aus den amtierenden Preisträgerinnen Daniela Danz und Martina Maria Kieninger, dem Literaturwissenschaftler und Autor Ludwig Fischer, der leitenden Programmkuratorin der Stiftung Nantesbuch Annette Kinitz, der Literaturvermittlerin Brigitte Labs-Ehlert sowie dem Literatur- und Kulturwissenschaftler Steffen Richter zusammen.

Mit dem einmal jährlich vergebenen Preis werden Autorinnen und Autoren ausgezeichnet, die sich in ihrem literarischen Werk auf „Natur“ beziehen. Der Preis knüpft an die vor allem in den USA und in Großbritannien ausgeprägte schriftstellerische Tradition des Nature Writing an, in der sich Autorinnen und Autoren mit der Wahrnehmung von Natur, mit dem praktischen Umgang mit dem Natürlichen, mit der Reflexion über das Verhältnis von Natur und Kultur und mit der Geschichte der menschlichen Naturaneignung auseinandersetzen. Genreübergreifend findet dabei sowohl essayistisches als auch lyrisches und episches Schreiben Berücksichtigung.

Die Thematisierung von „Natur“ schließt die Dialektik von äußerer und innerer Natur ebenso ein wie die Auflösung der Grenzen von Kultur und Natur, aber auch die Möglichkeiten oder Probleme des Schutzes von Naturerscheinungen und natürlichem Geschehen. Nature Writing spricht nicht von „der Natur als solcher“, sondern von der durch Menschen wahrgenommenen, erlebten und erkundeten Natur. Die leibliche Präsenz, die konkrete Tätigkeit des Erkundens und die Reflexion auf die gewonnenen Erkenntnisse werden in der Regel im Text fassbar.

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