Literaturpreise Comic-Salon Erlangen: Das sind die Max und Moritz Preisträger / Bester deutschsprachiger Comic-Künstler ist Ulli Lust

Am Abend des 20. Juni wurden im Erlanger Markgrafentheater die Max und Moritz-Preise 2014 vergeben. Der Max und Moritz-Preis, von der Stadt Erlangen im Rahmen des alle zwei Jahre stattfindenden Internationalen Comic-Salons verliehen, gilt als wichtigste Auszeichnungen für Comic-Kunst und grafische Literatur im deutschsprachigen Raum.

Der Preis für den Besten deutschsprachigen Comic-Strip geht an „Totes Meer“ von 18 Metzger (Jungle World / Ventil Verlag), als Bester deutschsprachiger Comic wird „Kinderland“ von Mawil (Reprodukt) ausgezeichnet, der Beste internationale Comic ist „Billy Bat“ von Naoki Urasawa und Takashi Nagasaki (Übersetzung: Yvonne Gerstheimer, Carlsen Manga). Mit besonderer Spannung wird traditionell die Wahl des Besten deutschsprachigen Comic-Künstlers (dotiert mit 5.000,– Euro) erwartet. In dieser Kategorie wurde die österreichische Zeichnerin Ulli Lust (aktuell: „Flughunde“ nach dem Roman von Marcel Beyer, Suhrkamp Verlag) ausgezeichnet. Sie wurde einer breiteren Öffentlichkeit im Jahr 2009 bekannt, als ihre Graphic Novel „Heute ist der letzte Tag vom Rest deines Lebens“ (avant-verlag) erschien.
Der Max und Moritz-Preis für den Besten Comic für Kinder geht in diesem Jahr an „Hilda und der Mitternachtsriese“ von Luke Pearson (Übersetzung: Matthias Wieland, Reprodukt), den Sonderpreis für die Beste studentische Comic-Publikation (dotiert mit 1.000,– Euro) erhalten die Macherinnen und Macher von „Triebwerk“ der Kunsthochschule Kassel. Zum dritten Mal wurde in diesem Jahr ein Max und Moritz-Publikumspreis ausgelobt, für den im Internet nominiert und abgestimmt werden konnte. Sieger in dieser Kategorie ist der Berliner Marvin Clifford mit seinem Web-Comic „Schisslaweng“ (www.schisslaweng.net).
Den Sonderpreis für ein herausragendes Lebenswerk nahm – wie schon im Vorfeld der Preisverleihung bekannt gegeben wurde – der populäre deutsche Zeichner und Autor Ralf König entgegen. Mit dem Spezialpreis der Jury wurden Tina Hohl und Heinrich Anders für ihre Übertragung von Chris Wares „Jimmy Corrigan – Der klügste Junge der Welt“ (Reprodukt) ins Deutsche ausgezeichnet.

Die Max und Moritz-Gala wurde von Hella von Sinnen und dem Schweizer Journalisten und Comic-Experten Christian Gasser moderiert. Dr. Florian Janik, Oberbürgermeister der Stadt Erlangen, überreichte die bedeutenden Auszeichnungen in den verschiedenen Kategorien.

Der Jury für den Max und Moritz-Preis gehörten in diesem Jahr an: Christian Gasser (Autor und Dozent an der Hochschule Luzern – Design & Kunst), Herbert Heinzelmann (Journalist und Medienwissenschaftler, Nürnberg), Brigitte Helbling (Journalistin, Arbeitsstelle für Graphische Literatur, Hamburg), Andreas C. Knigge (Journalist und Publizist, Hamburg), Isabel Kreitz (Comic-Zeichnerin, Hamburg), Lars von Törne (Journalist, Berlin) und Bodo Birk (Internationaler Comic-Salon Erlangen).

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