Die Leiterin der Buchhandlung ocelot gehört in diesem Jahr zur Jury des Deutschen Buchpreises Die 11-Bücher Frage an Maria-Christina Piwowarski

Maria-Christina Piwowarski

In Berlin-Mitte, an der Grenze zu den Stadtteilen Prenzlauer Berg und Wedding liegt die Buchhandlung „ocelot, not just another bookstore“, deren Leitung Maria-Christina Piwowarski vor fünf Jahren übernahm. Bereits seit 2012 gehört die gelernte Sortimentsbuchhändlerin zum Team der 265 Quadratmeter großen Buchhandlung mit kleinem Café. Das Lesepensum von Maria-Christina Piwowarski ist schon immer bemerkenswert und ihre Leidenschaft und Begeisterung wirken ansteckend – auf Kundinnen, Kunden und das engagierte Team. Gemeinsam mit ihrem Kollegen Ludwig Lohmann gründete sie vor einem Jahr das Label „blauschwarzberlin“, unter dem die beiden Literaturliebhaber den beliebten monatlichen Podcast „Letzte Lektüren“ produzieren und Moderationen und Workshops für die Literaturbranche anbieten. In diesem Jahr dürfte Maria-Christina Piwowarski noch mehr lesen als üblich, sie wurde in die Jury für den Deutschen Buchpreis berufen, die den besten Roman 2020 kürt.

ml

1) Ihr Lieblingsbuch als Kind?

Erich Mühsam, Billy‘s Erdengang. Bei Walde + Graf gibt es eine wunderschöne Neuauflage – nicht mehr für „artige“ sondern nur noch für „Kinder“

2) Welches Buch hat Ihr Leben geprägt?

Charlotte Brontë, Jane Eyre (in der Paola Meister-Calvino Übersetzung) und die Poenichen Trilogie von Christine Brückner

3) Ihr Lieblingsbuch heute?

Das achte Leben (für Brilka) von Nino Haratischwili

4) Welchem Buch hätten Sie mehr Erfolg gewünscht?

Stadt aus Rauch von Svealena Kutschke

5) Welches Buch verschenken Sie am liebsten?

Zuhause von Daniel Schreiber

6) Welchem Buch würden Sie ein ganzes Schaufenster zur Verfügung stellen?

Allem, was Kat Menschik illustriert und allem, was Karen Köhler schreibt

7) Welches Buch halten Sie für völlig überflüssig?

Gedichtbände von Till Lindemann und Memoiren von Woody Allen

8) Welcher Bestsellererfolg kam für Sie unerwartet?

Die sehr verdiente Aufmerksamkeit für das Werk meiner Hausgöttin Annie Ernaux

9) Welches Buch würden Sie eigentlich gern schreiben?

Wirklich keins. Aber ich wäre gern mal Esther Kinsky, Ann Cotten, Claudia Hamm oder Olga Radetzkaja und würde für einen tollen (unabhängigen) Verlag einen Klassiker wiederentdecken und neuübersetzen.

10) Welchem aktuellen Titel wünschen Sie den größten Erfolg?

Allen Debütromanen und überhaupt allen Romanen, die jetzt im Frühjahr ohne Buchmesse und Lesereise auf den Markt gekommen sind.

11) Welches Buch haben Sie immer noch nicht gelesen?

Gabriele Tergit, Effingers. Aber es liegt jetzt ganz oben auf dem Stoß, der parallel zu den potentiellen Buchpreisbüchern vor sich hin stapelt

 

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