Kann jedes Kind wirklich schlafen lernen?

„To good to be true“?

Heute erscheint beim amerikanischen Independent-Verlag Akashic ein kleines Buch „Go the Fuck to Sleep“, das in den USA schon vor dem Start auf Platz 1 bei Amazon gelandet war und seit dem Wochenende auch die NYT-Bestsellerliste anführt.

DuMont-Verleger Jo Lendle hat sich schnell die deutschen Rechte gesichert, am Donnerstag schon will der Verlag die deutsche Ausgabe Verdammte Scheiße, schlaf ein ausliefern (s. Abb.). Er ist begeistert über den Rückenwind, den das Buch schon vor dem Start auch hier bekommt (siehe auch unsere Rubrik UMGEBLÄTTERT vom Sonntag [mehr…]: Johanna Adorján schreibt darüber in der aktuellen FAS: „Heutzutage ist es leichter, zuzugeben, dass man sich zum Tee ab und zu ein Heroinkekschen genehmigt, als öffentlich zu sagen, dass Kinder nicht immer nur Freude bereiten. Zumal die eigenen.“

Das Thema schlaflose Kinder, die Eltern schlaflos machen, hat schon einmal einen großen Hype ausgelöst: Gerhard Oberstebrink hatte als Verlagsaußenseiter vor Jahren schon mit dem Buch „Jedes Kind kann schlafen lernen“ einen Millioneseller gelandet, der von mehreren Verlagen gnadenlos kopiert wurde. So hat auch jetzt hat der US-Autor Adam Mansbach wieder einen Nerv getroffen: Unverblümt führt er die Verzweiflung vor, die auch die liebevollsten Eltern beim Gute-Nacht-Lied bisweilen überfällt. Jo Lendle aber rechnet wohl zu Recht schon mit einem neuen Bestseller: Es ist alles „To good to be true.“

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