…Peter W. Metzler: Als deutscher Verleger erhält er die Welt-Übersetzungsrechte an dem Buch des Georgiers Eduard Schewardnadse

Es gibt sie noch die Geschichten der kleinen Verleger, die am großen Rad drehen. Das teilt uns Peter W. Metzler heute stolz mit:

v.l.n.r.: Peter W. Metzler, Hans-Dietrich Genscher, Eduard Schewardnadse

für sein Buch „Als der eiserne Vorhang zerriss“, das auf der letzten Frankfurter Buchmesse Aufsehen erregt hat, hält der Verleger jetzt das Copyright für alle Sprachen.

„Obwohl Eduard Schewardnadse Georgier ist und seine Autobiografie in georgischer Sprache verfasst hat, ist die deutsche Ausgabe – die deutsche Sprache – Grundlage für alle Übersetzungen und Ausgaben außerhalb der georgischen Sprache. Maßgeblich sind somit weder die russische noch die englische Sprache“, erläutert Metzler.

Ein Coup war bereits, als kleiner Verlag in einem Duisburger Vorort überhaupt diese Autobiografie über einen Weltpolitiker machen zu können, nun auch noch die Weltrechte an einem ausländischen Titel. Erste Lizenzverträge unter anderem mit einem russischen Verlag seien bereits geschlossen. Für den kleinen Metzler Verlag eine große Sache, die wohl vor allem über Metzlers georgische Frau zu Stande kam, die Studentin und Journalistin Nino Sologashvili, die das Buch entdeckte und übersetzte.

Nun gibt Metzler seine Bücher mit auf die Reise zur Pekinger Buchmesse. „Eduard Schewardnadse war Außenminister einer diktatorischen Regierung und leitete eine wende ein, das könnte auch ein Signal in China sein“, sagt Metzler zu seinem Engagement. Er hofft dort weitere Lizenznehmer zu finden. Denn: Als Außenminister der Sowjetunion eine politische Wende in den Beziehungen der Sowjetunion zu anderen Staaten ein, unter anderem auch zu China. Und: „Zudem lehnte er zum Beispiel in seinem Rücktrittsjahr 2003 den Einsatz bewaffneter Kräfte gegen die eigene Bevölkerung in Georgien ab“, so Metzler.

Metzler, der seine Bücher selbst akribisch lektoriert, hofft auch mit seinen religionswissenschaftlichen Titeln in China punkten zu können. „Gute theologische Literatur fehlt in China“, so Metzler

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