Bücher heute in den Feuilletons: Philipp von Boeselager („Der letzte Zeuge“), die Aufbau-Einigung und Hans Fallada exklusiv bei FAZ.net

Frankfurter Rundschau

Arno Widmann kommentiert das Buch „Olympic Dreams“ (Harvard University Presse): „Eine beunruhigende Lektüre: Xu Guoqui schreibt über die Rolle des Sports beim Aufstieg einer Nation“.

Oliver Pohlmann schreibt über das Buch „Ritual und Gewalt“ von Thomas Hausschild (Suhrkamp)] unter dem Titel „Wie Gewalt (nicht) entsteht“ zu ethnologischen Studien an europäischen und mediterranen Gesellschaften.

Und auch ein Jugendbuch wird in den Blickpunkt gerückt: Lise Knudsen „Die schwarzen Flügel“ (Baumhaus) schreibt „über die Not und das Glück, begabt zu sein“.

Und die FR entdeckt bei Pulp Master in „Niederschlag“ von Garry Disher eine „Krimi-Gaunerkomödie ganz ohne Komödie“

Frankfurter Allgemeine Zeitung

Die FAZ erinnert daran, dass die „Aufbauarbeit“ noch nicht zu Ende sein, die unterschiedlichen Standpunke (über die wir gestern ausführlich dokumentiert hatten [mehr…]) werden kurz angesprochen.

Ausführlich kommentiert die FAZ Hans Falladas Erzählung „Vom Entbehrlichen und Unentbehrlichen“, die sie auf www.faz.net „exklusiv“ publiziert; dazu wird das Zabert Sandmann-Buch Philipp von Boeselager („Der letzte Zeuge“) besprochen.

Ausführlich wird das Jugendbuch“ Alphabet mit Zeichnern“ von Nikolaus Heidelbach und Norman Junge (Greven Verlag) vorgestellt.

Die Welt

Sven Felix Kellerhoff beschreibt unter der Überschrift „Als der Widerstand noch als unmoralisch galt“ den Band „Die Macht der Wahrheit“ (Lukas Verlag) mit Reaktionen auf eine nicht gehaltene Rede zum 20. Juli, die der Schriftsteller Reinhold Schneider nur als Typoskript veröffentlicht hatte.

In der Literarischen Welt, wie gestern angekündigt: Dan Diner schreibt über das wachsende Interesse in Algerien für Albert Camus. „Camus‘ algerisches Grundmotiv war die Konstellation des fremden Eingeborenen. Als solcher beanspruchte er eine Art von Geburtsrecht. Dieses Geburtsrecht sollte dem des Eingeborenen indes nicht nachstehen. Dennoch war dieses Recht nicht natürlich. Es musste erworben werden.“

Tilman Krause untersucht die an dieser Stelle schon mehrfach reflektierten Debatten über die Stiftung Weimarer Klassik und Deutsches Literaturarchiv in Marbach. Für ihn zeigt sich vor allem „die Unsicherheit, wie eigentlich heute zeitgemäß Literatur zu präsentieren und auszustellen sei“. BuchMarkt-Autor Nicola Bardola schreibt über die Schriftstellerin Jenny Downham, die einen Roman über die letzten Monate eines leukämiekranken Mädchens geschrieben hat.

Weitere Rezensionen u.a. zu: Frido Mann „Erinnerungen“ (Rowohlt) [mehr…] und Leonardo Padura „Der Nebel von gestern“ (Unionsverlag).

Süddeutsche Zeitung

Christoph Bartmann schreibt zum 80. Geburtstag von Pavel Kohout über „Das Aufbegehren eines Vierzigjährigen“.

Daniel Kehlmanns Rede zur Eröffnung des Brecht-Kongresses in Augsburg wird gedruckt: „Es ist nicht weniger als unser aller Glück, dass die Welt nicht so geworden ist, wie Bertolt Brecht sie sich gewünscht hat.“

Thomas Weitin bespricht unter der Headline „Der Schutz des Geistes“ den Sammelband von Louis Pahlow, Jens Eisfeld „Grundlagen und Grundfragen des Geistigen Eigentums“ (Mohr Siebeck).

Und natürlich darf zum 20. Juli auch hier eine Anmerkung zu einem Buch nicht fehlen: Frank-Rutger Hausmann kommentiert Hartmut von Hentig „Nichts war umsonst – Stauffenbergs Not“ (Wallstein).

Und ebenso natürlich, dass die gestern bekannt gewordene Einigung zwischen Bernd F. Lunkewitz und dem Insolvenzverwalter kommentiert wird. Aber auch Ijoma Mangold greift auf Spekulationen zurück: Seine Headline „Kultivierter Millionär“ hört sich gut an, bringt aber nichts Neues und auch wenig Richtiges zur Sache.

In der „SZ am Wochenende“ antwortet Joachim Kaiser auf Martin Walsers Festrede zum sechzigjährigen Bestehen der Bayerischen Akademie der Schönen Künste: „Man sieht die Problematik allzu statisch, falls man sich dem Glauben hingibt, es existierten fein säuberlich getrennt Zeitgeist-Täter und Zeitgeist-Opfer: die einklagenden und die mit entsprechender Bringschuld belasteten.“

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