Bücher und Autoren heute in den Feuilletons – dazu alle Bücher aus der „Literarischen Welt“ und als Bonus mehr über die schwierige Suche nach Spiegel-Chefs

Jeden Morgen blättern wir für Sie durch die führenden Tageszeitungen – damit Sie schnell einen Überblick haben, wenn Kunden ein bestimmtes Buch suchen oder Sie nach einer Idee für einen aktuellen Büchertisch.

Frankfurter Rundschau

„Es war das Bier, nicht die Not“ – das ist natürlich eine Überraschung: Hital Sezgin schreibt über Josef H. Reichholf Warum die Menschen sesshaft wurden (S. Fischer)

„In den Treibhäusern lauern die Gurken“: Sven Hanuschek macht Lust auf die „schroffen Gedichte von W. G. Sebald Über das Land und das Wasser (Hanser), eine „sozusagen fiktive Ausgabe letzter Hand“: „Die Gedichte der Jahre 1964 bis 2001 zeigen Momentaufnahmen eines Deutschlands, die man so nicht erwartet hätte“.

Frankfurter Allgemeine Zeitung

„Wortstarke Frauen“: Ein kurzer Kommentar enthüllt, dass Russlands Bestseller von Frauen geschrieben werden – drei Krimiautorinnen besetzen das Siegertreppchen; Darja Donzowa beherrscht mit vier Mio. Exemplaren den Markt, gefolgt von Tatjana Ustinowa und Julia Schilowa.

Samstags ist im Feuilleton Kinderbuchtag:

„Ich dulde keinen Widerspruch, Trompete“: Tilman Spreckelsen beschreibt die “Funken, die sich aus der fulminanten Gemeinschaftsarbeit von Heinz Janisch und Wolf Erlbruch schlagen lassen“: Der König und das Meer (Sanssouci) : „Jedes Kind will irgendwann König sein, Eltern tun gut daran , diesen Wunsch hin und wieder zu erfüllen“.

„Das ist die Weisheit der Einjährigen“: Simone Giesen über Meg Rosoff was wäre wenn (Carlsen), die „die Konjunktive der Adoleszenz“ auslotet, „ein herrlich eigenwilliges Terrain“.

„Le tummelplatz, cèst moi!“ :In der Beilage BILDER UND ZEITEN erinnert Gerhard Stadelmeier an „Hundert Jahre Friedrich Torberg“. Er „war „der witzigste Mensch, dem es ernst war mit seiner Pointenschleuder – und Harfe, nach links wie nach rechts“.

„Das Mädchen und der Fotograf“: Eine wunderbare Doppelseite widmet Freddy Langer der Romy Schneider-Ausstellung Die Erinnerung ist oft das Schönste in Rüsselsheim. Der Katalog zur Ausstellung erschien bei Hatje Cantz.

„April ist der übelste Monat von allen“: Werner von Koppenfels zweifelt bei T.S. Elliot Das öde Land (Suhrkamp): „Lässt sich T.S. Eliot aktualisieren? Sein Epochengedicht The Waste Land ist bei uns nie so ganz angekommen. Der Lyriker und Übersetzer Norbert Hummelt will das ändern.“

„Lenin mit h – die spinnen doch“: Edo Reents bringt es zum Abschluss der Lehmann-Trilogie von Sven Regener Der kleine Bruder (Eichborn Berlin) auf den Punkt: „Kunst ist, wenn einer sagt, dass es Kunst ist. Im Zweifelsfall Sven Regener“.

Kurz angemerkt wird noch unter der Überschrift „Im türkischen Garten“ das „Panorama türkischen Schrifttums aus 1000 Jahren“ des Redaktionskollegen Wolfgang Günter Lerch Zwischen Steppe und Garten (Allitera)

Die Welt

Heute in der Literarischen Welt: Uwe Tellkamp erzählt eine grandiose Familiengeschichte, und auch hier: 100 Jahre Friedrich Torberg.

Aufmacher ist S. 1 der Philosoph Otfried Höffe mit der Fortsetzung der Diskussion über den Demokratiefrust

Editorial : Dr. Tilman Krause über die vierte Gewalt

S. 2 Taschenbücher der Woche: Biografien
Olaf Kutzmutz: Jurek Becker (Suhrkamp)
Dieter Hoffmann: Max Planck (C.H. Beck)
Marijane Meaker: Meine Jahre mit Pat (Diogenes)
Veit-Jakobus Dietrich: Martin Luther (dtv)
Rezensentin: Johanna Schmeller

Porträt: Susan Choi (Aufbau Verlag),
Rezensent: Hannes Stein

S. 3 Buch der Woche
Uwe Tellkamp: Der Turm (Suhrkamp)
Rezensent: Elmar Krekeler

S. 4 Sachbuch I
Aufmacher:
Paul Scheffer: Die Eingewanderten (Hanser)
Rezensent: Wolfgang Schneider

Fuß:
Heinz Dürr: In der ersten Reihe (wjs)
Rezensent: Dieter Stolte

Kurzkritiken :
Hilde Berger: Ob es Hass ist, solche Liebe? Oskar Kokoschka u. Alma Mahler (Böhlau)
Edgar Lein/Manfred Wundram: Kunst-Epochen. Manierismus (Reclam)
Kunstgeschichte im Dritten Reich (Akademie)

Bildband:
Edgar Degas: Erotische Skizzen (Prestel)

S. 5 Sachbuch II
Aufmacher: Andreas Heusler: Das braune Haus (DVA)
Rezensent: Hans Mommsen

Kurzkritiken:
Blanche Ebbut: Das kleine Buch der Ehesünden 1913 für ihn (Bloombury)
Blanche Ebbut: Das kleine Buch der Ehesünden 1913 für sie (Bloomsbury)

S. 6 Belletristik
Aufmacher:
Mirko Bonné: Die Republik der Silberfische (Schöffling)
Rezensent: Hans Wiesner

Kurzkritik:
Robert Seethaler: Die weiteren Aussichten (Kein & Aber)

Bildband:
Anselm Kiefer: Heroische Sinnbilder (Schirmer/Mosel)

S. 7
Willa Cather: Mein ärgster Feind (Kanus)
Rezensentin: Antje Ravic Strubel

Kolumne:
Walter Laqeuer hat die Welt gesehen

S. 8 zum 100. Geburtstag von Friedrich Torberg
Briefwechsel Friedrich Torberg/Ephraim Kishon: Dear Pappi: My beloved Sargnagel (Langen Müller)
Briefwechsel Marlene Dietrich/Friedrich Torberg: Schreib. Nein, schreib nicht. 1946-1979 (Synemy)
Friedrich Torberg: Mein ist die Rache (dtv)
Rezensent: Ulrich Weinzierl

Süddeutsche Zeitung

„Aufruhr der Uhren“: Jens Bisky findet, Uwe Tellkamps „großer Roman“ Der Turm über die letzten Jahre der DDR kommt „zur rechten Zeit“ (Suhrkamp).

Auf der Literaturseite wird unter „Blutleere Klangspuren“ kurz kommentiert, wie sich die Zeitschrift „die horen das Thema „Songs & Soundtracks“ vorknöpft.

„Der Okkupant, der nicht locker ließ“: Lothar Müller schreibt über den russischen Autor Andrej Bitow, der zu Gast in Berlin ist, aber „nicht mehr über Nationen reden will“.

„Wer Strenge will, muss sie sich auch selbst verordnen“: Jens Christian Rabe ist ratlos bei dem Buch des früheren Internatsdirektors Bernhard Bueb Von der Pflicht zu führen (Ullstein)

Ach ja, und beim Umblättern stolpern wir, wie auf der Medienseite Armin Mahler, der Sprecher der SPIEGEL-Mitarbeiter KG über „Die schwierige Suche nach Chefs“ zugibt: „Es hat Pannen gegeben.“

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